FC Augsburg

Kein „juhu“ von Herrlich – Rückhalt von Reuter „tut gut“

Immer wieder hat Stefan Reuter seine Unterstützung für Trainer Heiko Herrlich untermauert. Der Augsburger Manager möchte aber endlich wieder Erfolgserlebnisse sehen. Kann das bei RB Leipzig klappen?

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Vertrauen
Augsburgs Trainer Heiko Herrlich (l) hat das Vertrauen von Manager Stefan Reuter.
Foto: Martin Meissner/AP-Pool/dpa

Augsburg (dpa). Vor dem Bibberspiel bei RB Leipzig konnte Heiko Herrlich sogar lachen. Die erwarteten Minusgrade im zweistelligen Bereich der Fußball-Bundesliga brachten den unter Druck stehenden Trainer des FC Augsburg ebenso wenig aus der Ruhe wie die Fragen nach seiner persönlichen Situation.

„Ich bin seit 1989 dabei. Erst als Spieler und dann als Trainer habe ich eigentlich schon alles erlebt und kenne die Situationen eigentlich alle und weiß, was drumrum passiert“, sagte Herrlich vor dem Freitagsspiel (20.30 Uhr/DAZN) über Kritik an der Bilanz seiner Mannschaft. „Wichtig ist, dass man an sich glaubt und optimistisch vorangeht.“

Fünf Niederlagen in den letzten sechs Bundesligaspielen – vom Augsburger Management gibt es dennoch nur Unterstützung für den ehemaligen Nationalstürmer, der im März 2020 Coach wurde. Man fange „keine Trainerdiskussion an“, beteuerte Reuter in der „Süddeutschen Zeitung“ vor dem Duell beim Tabellenzweiten. „Wir bleiben ruhig, vertrauen dem Trainer, der absolute Qualität und sehr viel Erfahrung hat“, sagte Reuter über seinen ehemaligen BVB-Teamkollegen weiter.

„Das tut natürlich gut“, erwiderte Herrlich. Dem „Kicker“ zufolge kursieren im Umfeld des Vereins aber bereits die Namen der früheren Trainer Markus Weinzierl und Manuel Baum als Nachfolger.

Herrlich deutete unter dem Eindruck der komplizierten vergangenen Wochen auf Risse hin. „Natürlich ist es auch klar, wenn so Kritik herrscht, dass die Autorität vom Trainer damit beeinträchtigt ist“, sagte er. „Ich gebe aber mein Bestes und werde daran arbeiten, dass wir diese Dinge, die uns alle nicht zufriedenstellen, besser machen.“

Reuter ist davon überzeugt, „dass wir die Situation gemeinsam meistern“. Pleiten gegen die Topteams RB Leipzig und Bayer Leverkusen könnten jedoch für eine neue Bewertungsgrundlage sorgen. „Natürlich ist die Situation jetzt nicht so, dass wir sagen: juhu, das passt alles“, sagte Herrlich ganz offen. Man müsse trotzdem „ruhig und sachlich“ weiterarbeiten und alles geben. „Mehr kann man nicht tun.“

Zuversicht schenkt Herrlich die Mentalität der Mannschaft. Nach Rückschlägen habe sie „immer Gas gegeben“, befand der 49-Jährige, der mit dem FCA in dieser Saison einmal in der Liga und einmal im DFB-Pokal jeweils ohne eigenes Tor gegen RB verlor.

„Wir müssen uns zusammenraufen“, forderte Stürmer Florian Niederlechner, verwies aber zugleich auf die Tabelle: „Von den Punkten stehen wir noch gut da.“ Der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nach 20 Spieltagen fünf Punkte, auf einen direkten Abstiegsplatz sind es neun Zähler.

Vielleicht werden ja auch die Zitter-Temperaturen zum Vorteil für die Augsburger. „Bisher hatte ich nicht das Gefühl, dass Spieler von uns damit Probleme haben“, meinte Herrlich. Warm ums Herz soll ihm nicht nur vom ausgeschenkten heißen Tee am Freitag werden.

© dpa-infocom, dpa:210211-99-399094/3

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