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Kohler

Kaymers cooler Coup in Kohler – Woods im Abseits

dpa

Als Martin Kaymer vor dem Finale bei der 92. US PGA Championship seinen Namen mit ganz oben auf dem Leaderboard aufblinken sah, blieb Deutschlands Golfstar ganz cool.

Nervenstark
Martin Kaymer spielt in Kohler ein starkes Major-Turnier.

In Führung
Nick Watney liegt in Kohler vor der Schlussrunde in Führung.

«Jetzt geht es ums Ganze. Auch um den Ryder Cup. Da ist es doch wichtig, dass ich im Finale den Platz da oben halten kann», sagte Kaymer, der als aussichtsreicher Vierter auf die Schlussrunde ging, «wenn ich weiter gut drauf bin und zum ersten Mal in Führung sein sollte, möchte ich natürlich gewinnen. Rang drei wäre auch sensationell.»

Verfolger I
Rory McIlroy schaut dem Ball hinterher.

Kaymer stellt Ansprüche. Ähnlich wie bei den British Open flirtete der 25-jährige auch beim letzten Major-Turnier des Jahres mit dem ersten Grand Slam-Sieg seiner außerordentlichen dreijährigen Profi-Karriere. Dank seiner starken 67er-Runde am Samstag hatte sich der Weltranglisten-13. mit 207 Schlägen (72+68+67) auf Rang vier im Whistling Straits GC von Kohler/Wisconsin katapultiert. Und keine Spur von den US-Superstars Tiger Woods (213/31.) oder Top-Favorit Phil Mickelson (47./215) – das Weltranglisten-Spitzenduo lag zehn oder mehr Schläge hinter dem führenden US-Profi Nick Watney (203). Justin Johnson (USA) und der 21-jährige Nordiren Rory McIlroy teilten sich mit je 206 Schlägen den zweiten Platz.

Verfolger II
Dustin Johnson bedankt sich nach einem gelungenen Putt bei den Fans.

«Es ist doch Ironie. Da spiele ich besser als die Tage zuvor, komme aber kein Stück voran. Wenn man nicht putten kann, geht eben nichts», bilanzierte Woods. Hilfesuchend hatte er sich wieder an den Schwungtrainer seines Landsmannes Huter Mahan gewandt, um sich korrigieren zu lassen. Aber so schnell lernt auch ein Woods nicht mehr dazu. Die Trennung von seinem Ex-Coach Hank Haney hat der Sportmilliardär wohl längst bereut.

Fehlschlag
Für Tiger Woods lief in der 3. Runde nicht alles rund.

«Es ist schon ein bisschen frustrierend. Ich hatte heute allein zehn realistische Birdie-Chancen. Und wenn man dann davon nur zwei macht? Die Hälfte wäre super gewesen», ärgerte sich auch Kaymer nach dem Marathon-Tag am Samstag. Zuerst hatte er zwölf Löcher aus Runde zwei zu Ende spielen müssen, die wegen Dunkelheit am Freitagabend abgebrochen worden war. Direkt im Anschluss setzte er seine furiose Aufholjagd mit einer überzeugenden 67 fort.

Impressionen
Der Italiener Francesco Molinari geht in Kohler über den Golfplatz.

«Es ist ein verdammt schwieriger Kurs. Bei den schwülen Wetterbedingungen muss ich doppelt so viel essen und trinken wie sonst», meinte Kaymer. Bei einer Top-Ten Platzierung hätte sich der Rheinländer vorzeitig den direkten Ryder Cup-Platz im Europa-Team für den Kontinentalkampf vom 1. – 3. Oktober in Wales gegen die USA gesichert. Die guten Aussichten in Wisconsin steigerten auch die Vorfreude von Kaymer auf den geplanten dreiwöchigen Karibik-Urlaub mit seiner Freundin.

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