Archivierter Artikel vom 15.12.2009, 09:50 Uhr
Lake Placid

Karriere-Ende für Hays nach Unfall in Winterberg

Der Amerikaner Todd Hays muss nach seinem schweren Trainingssturz am 9. Dezember in Winterberg seine Karriere beenden.

Wie nach eingehenden Untersuchungen in Lake Placid bekannt wurde, hatte sich der 40-jährige Pilot bei seinem Unfall mit dem Viererbob eine schwere Kopfverletzung zugezogen. «Wir sind nach Diskussionen mit mehreren Experten, die sich mit Sport-Kopfverletzungen auskennen, zur Übereinstimmung gekommen, dass Todd nicht mehr Bob fahren sollte, um so mögliche weitere Traumata zu verhindern, die eventuell irreparable Schäden zur Folge haben könnten», sagte der Arzt des US-Bobsport- und Skeleton-Verbandes, Eugene Byrne.

Unmittelbar nach dem Sturz waren alle Beteiligten von einer Gehirnerschütterung ausgegangen. Eine Kernspin-Tomographie ergab jedoch, dass Hays eine Blutung im Gehirn hat. Hays stand kurz davor, sich für seine vierten Olympischen Spiele in Vancouver zu qualifizieren. Bei den Winterspielen 2006 hatte er mit Silber im Vierer hinter dem Oberhofer André Lange die 46-jährige amerikanische Durststrecke beendet und anschließend seine Karriere erstmals beendet. In der vergangenen Saison kam er zurück in den Weltcup. Beim diesjährigen Saison-Auftakt in Park City fuhr er am 13. November im Zweier-Bob auf Platz zwei.