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    Karlsruher SC nimmt Favoritenrolle an

    Für 16 Drittligatrainer ist der Karlsruher SC Aufstiegsfavorit Nummer eins: Das ergab eine Umfrage des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) vor dem Auftaktmatch des Absteigers in der dritten Fußball-Liga beim 1. FC Heidenheim.

    Die Spieler des badischen Traditionsclubs bekennen sich laut ihres neugewählten Kapitäns Dirk Orlishausen zu dieser Rolle. «Wir gehen damit sehr positiv um. Wir haben die Qualität, wir spielen da oben mit und steigen am Ende wieder auf», sagte der 28 Jahre alte Torhüter auf der Jahrespressekonferenz des Vereins.

    Trainer Markus Kauczinski agiert da schon etwas vorsichtiger. Dem großen Ziel «direkter Wiederaufstieg» fühlt aber auch er sich verpflichtet. «Wir sind nicht an einem Punkt, wo wir uns über andere erheben und sagen, wir seien das Maß aller Dinge. Wir sind eine neu zusammengestellte Mannschaft und es gibt Dinge, die man heute noch nicht abschätzen kann», sagte der KSC-Coach. «Aber wir haben die Voraussetzungen, dass wir eine gute Rolle spielen werden.»

    Ob auch Ausnahme-Talent Hakan Calhanoglu (Vertrag bis 2016) eine feste Größe in diesem Plan sein wird, vermag beim KSC derzeit niemand zu sagen. «Fakt ist, dass es ein offizielles Angebot von Bremen gibt. Nach Absprache mit dem Präsidium ist dieses Angebot für uns inakzeptabel», sagte Sportdirektor Oliver Kreuzer. Präsident Ingo Wellenreuther ergänzte: «Das Überleben des Vereins hängt nicht davon ab, dass Hakan in den nächsten Tagen transferiert werden muss. Wenn ein Erstligist kommt und ihm und dem Verein ein sensationelles Angebot macht, werden wir ihm keine Steine in den Weg legen. Aber unser Ziel ist natürlich, mit Hakan zu spielen.»

    Um dem Südwest-Derby unter Aufstiegsfavoriten etwas Brisanz zu nehmen, untersagte der Gastgeber seinen Fans das provokative Tragen von Utensilien des KSC-Erzrivalen VfB Stuttgart. Und KSC-Präsident Wellenreuther appellierte an die eigenen Fans, Ruhe zu bewahren. Das ungebührliche Verhalten eines Teils der Karlsruher Anhängerschaft in der vergangenen Saison beim Relegations-Rückspiel gegen Jahn Regensburg bestrafte der DFB schließlich mit einem «Geisterspiel» vor leeren Rängen in den kommenden Wochen.

    «Generell ist das nicht das Schlechteste, wenn das Tragen von VfB-Utensilien verboten ist», meinte Wellenreuther. «Und ganz Deutschland hat im Moment den Fokus auf dem Sicherheitsaspekt. Ich hoffe daher, dass auch unsere Fans wissen, was die Stunde geschlagen hat und sich in Heidenheim nicht provozieren lassen, egal von wem.» Der Präsident forderte von den KSC-Anhängern, ein «entsprechendes Zeichen sichtbar» an den DFB zu senden.

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