Karlsruhe kippt Vorratsdatenspeicherung

Karlsruhe (dpa). Telefon- und Internetdaten dürfen vorerst nicht mehr ohne konkreten Verdacht massenhaft gespeichert werden. Die sogenannte Vorratsdatenspeicherung wurde vom Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gekippt. Das Gesetz ist in seiner aktuellen Fassung nach Überzeugung der Richter nicht mit dem Grundgesetz vereinbar, weil es gegen das Telekommunikationsgeheimnis verstößt. Anhand der Daten seien tiefe Einblicke in das soziale Umfeld möglich. Nach dem Urteil müssen die Unternehmen die auf Vorrat gespeicherten Daten vernichten.