Archivierter Artikel vom 10.04.2010, 18:00 Uhr

Kanu: Wagner-Augustin gewinnt 1. WM-Qualifikation

Duisburg (dpa). Die viermalige Olympiasiegerin Katrin Wagner-Augustin hat einen guten Start in das WM-Jahr erwischt. Bei der ersten von zwei nationalen Qualifikationen des Deutschen Kanu- Verbandes (DKV) gewann die neunmalige Weltmeisterin in Duisburg über die 1000 Meter im Kajak-Einer.

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Platz Zwei und Drei belegten ihre Teamkolleginnen Franziska Weber und Fanny Fischer. Bei den Herren siegte Weltmeister Max Hoff über die 2000 Meter im Kajak-Einer. Im Canadier-Einer war der Potsdamer Ronald Verch über die zwei Kilometer am schnellsten unterwegs. Die Sprints hatten der 13-malige Weltmeister Ronald Rauhe, Olympiasiegerin Nicole Reinhardt und WM- Medaillengewinner Sebastian Brendel für sich entschieden.

«Bei der zweiten Qualifikation in drei Wochen wird sich die Spreu vom Weizen trennen», sagte DKV-Sportdirektor Jens Kahl nach vom Wind beeinträchtigten Nominierungsrennen. Etwas Pech mit den äußeren Umständen hatte unter anderem Athen-Olympiasieger Tim Wieskötter, der sich mit Rang elf über die 2000 Meter zufriedengeben musste. Bei den deutschen Einermeisterschaften in drei Wochen an selber Stelle dürfte er sich aber ein spannendes Duell um den Titel mit dem Langstrecken- Experten Hoff liefern. Höhepunkt für die beiden und das gesamte Team sind in diesem Jahr die Weltmeisterschaften im polnischen Posen, die vom 19. bis 22. August stattfinden. Um die Tickets dafür geht es nach der nationalen Ausscheidung beim Weltcup Anfang Juni in Duisburg.

In Polen will auch Wagner-Augustin ihre eindrucksvolle Medaillensammlung erweitern. Nach zwei vierten Plätzen über 100 und 250 Meter am Samstag spielte sie ihre Stärke am Sonntag über den Kilometer aus. «Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftakt der Quali. Ganz kurze Strecken sind eh nicht so meine Sache, ich bin keine Sprinterin», sagte die 32-Jährige.

Dagegen war der 53-malige deutsche Meister Rauhe, der bei der WM vor einem Jahr in Kanada im Einer groß aufgetrumpfte, über die kurzen Strecken wie erwartet in seinem Element. Über 100 und 250 Meter gewann er jeweils gegen den Essener Jonas Ems. «Ich bin erstmal froh, dass es so gut gelaufen ist. Wir haben im Training doch Einiges anders gemacht, und da sieht man, dass man nichts falsch gemacht hat», sagte der 2004er Olympiasieger im Kajak-Zweier.

Der DKV hat seine Qualifikationen dem neuen olympischen Programm angepasst und mehr Wert auf Sprints gelegt. Denn 2012 in London werden 200-Meter-Rennen neu im olympischen Programm sein. Der neue Qualifikations-Prozess sei noch nicht eingespielt und der Wind habe einige Sportler benachteiligt, meinte Kahl. «Aber die Besten werden sich trotzdem durchsetzen.»