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Heidenheim

Kampf um die Vorherrschaft in «Schwäbisch Sibirien»

dpa

Die Ostalb ist im Fußballfieber. Der Drittliga-Hit zwischen dem Tabellenfünften 1. FC Heidenheim und Spitzenreiter VfR Aalen elektrisiert die Fans, die Voith-Arena ist mit 10 000 Zuschauern restlos ausverkauft.

Nur 17 Kilometer trennen die beiden Städte – sie sind ewige Rivalen im Kampf um die Vorherrschaft in einer Region, die wegen der besonderen klimatischen Bedingungen auch «Schwäbisch Sibirien» genannt wird. Das kleinere Heidenheim (48 000 Einwohner) punktet als Industriestandort mit Weltgeltung, mit seinen erfolgreichen Fechtern und einer reizvollen Lage am Ufer der Brenz. Über allem thront Schloss Hellenstein, das Wahrzeichen von «Hoirna», wie die Stadt im Volksmund heißt. «Oala» hat 18 000 Einwohner mehr, ist berühmt für seine Meisterringer, sein Römerkastell und die Limes-Thermen. Von Kaiser Karl IV. wurde Aalen bereits 1360 zur Reichstadt ernannt.

Im Fußball ist der Konkurrenzkampf neu entfacht, seit beide Vereine seit 2010 gemeinsam in der 3. Liga spielen und in dieser Saison mit Macht den Aufstieg anstreben. Die Aalener haben mit acht Siegen in Folge den SV Sandhausen an der Tabellenspitze abgelöst. Es scheint es so, als würde das viele Geld, das potente Sponsoren wie der Präsident und Schrott-Unternehmer Berndt-Ulrich Scholz immer wieder in die Verstärkung der Mannschaft gesteckt haben, endlich die erhofften Zinsen tragen. In der Winterpause kam Stürmer Cidimar von Dynamo Dresden dazu, der an der Seite von Top-Torjäger Robert Lechleitner (bisher 13 Treffer) auf Anhieb einschlug.

«Wir haben im Moment eine Phase, die ist fantastisch», sagt Trainer Ralph Hasenhüttl, der aber gleichzeitig auch alle davor warnt, frühzeitig vom Aufstieg zu reden: «Wir würden einen großen Fehler machen, jetzt schon auf das Saisonende zu schauen.»

Der 1. FC Heidenheim hat zuletzt für noch mehr Aufsehen gesorgt, als er im Winter fünf Spieler aus der ersten und zweiten Liga verpflichtete. Ausgerechnet die beiden namhaftesten von ihnen werden gegen Aalen aber fehlen: Altstar Michael Thurk (35) ist nach einer Roten Karte in Jena noch für ein Spiel gesperrt. Und Rückkehrer Patrick Mayer (beide kamen vom FC Augsburg) erlitt einen doppelten Bänderriss, wurde operiert und fällt nun wochenlang aus.

«Das ist bitter, weil sie ein Stück weit gesetzt waren», bedauert Trainer Frank Schmidt. Manager Holger Sanwald ist aber trotzdem sehr optimistisch: «Die Mannschaft liegt voll im Soll, sie ist stabil wie noch nie. Ich bin überzeugt, dass wir Aalen schlagen.»

Die Erfahrungen der vergangenen Jahre machen beiden Rivalen Mut im Aufstiegsrennen. Wer wie aktuell der VfR Aalen am 26. Spieltag die Drittliga-Tabelle anführte, ist am Ende auch immer aufgestiegen: Union Berlin, VfL Osnabrück, Eintracht Braunschweig.

Auch Heidenheim hat das Ziel zweite Liga noch nicht aus den Augen verloren. Der Weg dorthin scheint momentan allerdings nur über den Relegationsplatz zu führen. «Die Vorderen sind weg. Wir müssen auf den dritten Platz schauen», sagt Spielmacher Marc Schnatterer. Bisher haben die Drittliga-Clubs sich in der Relegation gegen den Drittletzten der 2. Bundesliga immer durchgesetzt. Die Vorbilder für den 1. FC Heidenheim heißen Paderborn, Ingolstadt und Dresden.

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