Archivierter Artikel vom 17.03.2011, 09:22 Uhr

Kamel, Pyramide oder Kegel: Formgehölze schneiden

Bonn (dpa/tmn). Der kreative Gärtner liebt Formgehölze. Sie lassen sich in geometrische Körper, kunstvolle Figuren und Skulpturen verwandeln. Für besonders fantasievolle Formen eignen sich Buchsbaum und Eibe.

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Formgehölze schneiden
Skulpturen und Figuren im Garten müssen nicht aus Stein oder Plastik sein: Buchsbäume etwa können auch in Form getrimmt werden. (Bild: IZB/dpa/tmn)
Foto: DPA

Für Pompon- und Wolkenformen empfiehlt der Fachmann vor allem Zypressen oder Wacholder, erklärt der Zentralverband Gartenbau in Bonn. Wer sich ein höheres Formgehölz, einen Gartenbonsai, wünscht, sollte eine Kiefer oder Eibe wählen. Auch laubabwerfende Gehölze wie Rot- oder Hainbuchen seien Alternativen.

Die Angst vor dem Formschnitt sei unbegründet, ein wenig Übung sei aber erforderlich. Die Eibe gilt den Angaben zufolge als ideale Pflanze für erste Schnittversuche. Schnittfehler würden durch ihre Wuchsform schnell ausgeglichen. Sinnvoll sei es, an einfachen Formen wie einem Kegel, einem Ei oder einer Kugel zu üben. Diese seien auch einfach in Form zu halten. Pyramiden, Etagenformen oder Skulpturen erforderten hingegen mehr Geschick und Geduld.

Je nach Pflanzenart und dem Alter der Ausgangspflanze benötigen Kugeln, Kegeln und Säulen rund zwei bis drei Jahre, bis sie ihre gewünschte Form erhalten, erläutert der Verband. Für Würfel, Quader oder Pyramiden sollte man drei bis vier Jahre einplanen, bei Fantasie-Formen könne es schon mal sechs bis zehn Jahre dauern. Wem das zu lange dauert, erhalte vorgeschnittene Formgehölze in Baumschulen oder Gärtnereien.

Formgehölze, die nicht in Töpfen stehen, sollten so gepflanzt werden, dass man sie von allen Seiten erreichen kann. Das erleichtere später die Arbeit beim Schnitt. Denn zweimal im Jahr, zwischen April und August, müsse nachgeschnitten werden.