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Hannover

Jugend-Plattform kämpft gegen Cyber-Mobbing

dpa

Das Internet bietet unendliche Möglichkeiten zur Kontaktaufnahme – dass dort vor allem Jugendliche aber auch ungeschützt Mobbing, Abzocke und Hassattacken ausgesetzt sind, merken viele erst zu spät.

«Kontakte in sozialen Netzwerken wie facebook und schülerVZ sind gut. Man sollte aber nicht zu viel von sich preisgeben», sagte der 15 Jahre alte Pascal aus der Region Hannover. Er ist einer von zwölf sogenannten Scouts, die Jugendlichen auf der Selbsthilfe-Plattform «juuuport.de» der Niedersächsischen Landesmedienanstalt (NLM) bei Problemen im Web helfen. Am Dienstag (9. Februar) zog die NLM nach einer viermonatigen Projektzeit in Hannover eine positive Bilanz.

«Betroffene vertrauen sich ungern Erwachsenen an, sondern sprechen lieber mit ihresgleichen», sagte der Direktor der NLM, Reinhold Albert. Mehrere hundert Jugendliche hätten sich bereits bei der Plattform Hilfe geholt. In diesem Frühjahr soll «juuuport.de» mit Hilfe der Landesmedienanstalten Hamburg/Schleswig-Holstein, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt ausgeweitet werden. Laut einer Studie der Universität Koblenz-Landau sind in Deutschland bereits zwei Millionen Schüler Opfer von Mobbing geworden.

Die Scouts, die allesamt selbst in Netzwerken unterwegs sind, helfen bei Vertragsfallen mit Handy-Abos und generellen technischen Problemen. Der Großteil der Fragen dreht sich aber um Mobbing- Attacken. «Wir zeigen, wie bestimmte Kontakte gesperrt werden oder ungewünschte Fotos aus dem Netz genommen werden können», erläuterte der ebenfalls 15-Jährige Adrian. Wie seine Kollegen beantwortet er Fragen von zu Hause aus, nutzt aber auch Freistunden in der Schule. «Innerhalb von 24 Stunden wird hier jedem geholfen.»

Geschult werden die ehrenamtlichen Scouts von psychologischen, juristischen und medienpädagogischen Fachkräften der NLM. «Bei sozialem Engagement denken wir oft an ältere Menschen, die sich für andere einsetzen. Hier spielen aber Jugendliche die zentrale Rolle», betonte Albert, dessen Anstalt das Projekt bislang alleine finanziert hat.

Selbsthilfe-Plattform: www.juuuport.de

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