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    Jubel bei Freitag: Podestplatz gibt Selbstvertrauen

    Nach seinem Flug auf das Weltcup-Podest strahlte Richard Freitag mit Sieger Anders Bardal um die Wette. Vergessen waren auf einen Schlag die sportlichen Zweifel und Frustrationen, die Freitag bei der Vierschanzentournee durchlebt hatte.

    Podestplatz
    Richard Freitag tankt mit seinem zweiten Platz im polnischen Wisla Selbstvertrauen.
    Foto: Andrzej Grygiel - DPA

    Mit dem zweiten Rang bei der stürmischen Weltcup-Premiere in Wisla hat sich der 21 Jahre alte Sachse eindrucksvoll in der Weltspitze zurückgemeldet und den deutschen Skispringern den achten Podiumsplatz im WM-Winter beschert.

    «Es war etwas windig und ich hatte sicher auch etwas Glück, das braucht man an solchen Tagen einfach. Aber meine Sprünge waren heute auch gut und ich bin mit meiner Leistung wirklich zufrieden», kommentierte Freitag stolz seinen ersten Auftritt auf der Adam-Malysz-Schanze.

    Mit Sprüngen auf 131 und 126,5 Meter bewies Freitag bei schwierigen Bedingungen seine Klasse und musste lediglich Bardal den Vortritt lassen. Der Norweger feierte in Abwesenheit von Weltcup-Spitzenreiter und Vierschanzentourneesieger Gregor Schlierenzauer, der wegen einer Viruserkrankung kurzfristig passen musste, seinen ersten Saisonsieg.

    Für Bundestrainer Werner Schuster, der den Wettbewerb am Mittwochabend wie Topspringer Severin Freund und Youngster Andreas Wellinger vor dem Fernseher verfolgte, kam Freitags Höhenflug nicht überraschend. «Wenn der Richie oben steht, schielen die Spitzenspringer immer herüber. Denn sie wissen um sein Potenzial», erklärte Schuster.

    Allerdings konnte Freitag dieses im Saisonverlauf noch nicht oft abrufen. Ein zweiter Platz Anfang Dezember in Sotschi war bisher das einzige Top-Ergebnis, ansonsten lief der Hobby-Gitarrist und begeisterte Motorradfahrer seiner Form aus dem Vorjahr hinterher. «Das ist ein ganz normaler Sportverlauf, es kann nicht immer auf einer Linie weitergehen. Dass die Vorsaison so gut läuft, hätte sich wahrscheinlich auch keiner gedacht», meinte Freitag.

    Im vergangenen Winter hatte er seinen ersten Weltcupsieg gefeiert und war weitere viermal auf das Podest geflogen. Trotz einiger Höhen und Tiefen zu Saisonbeginn war Freitag deshalb als Geheimfavorit zur Tournee gereist. Doch auf der großen Bühne ging vieles schief, am Ende stand mit Rang elf in der Gesamtwertung ein unbefriedigendes Ergebnis zu Buche. «Bei Richie ist die Lage verzwickt. Er hat nicht die Konstanz des letzten Winters. Es schaut wunderschön aus, was er macht, aber er fliegt zu kurz», hatte Schuster bemängelt.

    Nun könnte der Knoten endlich geplatzt sein. Schon am Freitag kann der Sachse beim Teamwettbewerb in Zakopane den Beweis antreten, dass der starke Auftritt keine Eintagsfliege war. «Es ist schön, dass ich weiß, es geht», erklärte Freitag zuversichtlich.

    In der Hohen Tatra sind auch Freund und Wellinger wieder dabei, dafür dürfen die Oldies Michael Neumayer und Martin Schmitt die Beine hochlegen. Vor allem Schmitt dürfte die Verschnaufpause nach seiner Notlandung bei 66 Metern und dem letzten Platz gelegen kommen.

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