Archivierter Artikel vom 13.08.2010, 15:18 Uhr

Jena reagiert mit Sanktionen auf Massenprügelei

Jena (dpa). Fußball-Drittligist FC Carl Zeiss Jena wird auf die Massenprügelei nach der Partie gegen den 1. FC Saarbrücken (0:7) mit Sanktionen reagieren.

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Wie der Verein nach einer Krisensitzung mit Vertretern der Jenaer Polizei, des Thüringer Innenministeriums, der Bundespolizei, der Jenaer Fanbetreuung und des Fanprojektes Jena in einer Pressemitteilung bekanntgab, sollen nach Auswertung von Videomaterial Strafen bis hin zu Stadionverboten gegen Beteiligte verhängt werden.

Nach der Partie war es vor dem Stadion zu einer Massenprügelei zwischen rund 80 Jenaer und 70 Saarbrücker Anhängern gekommen. Dem Sicherheitspersonal gelang es erst durch Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas, wieder Ordnung herzustellen. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt.

Während der Aufarbeitung der Ereignisse lobte die Polizei insbesondere das Wirken der gewerblichen und vereinseigenen Ordner im Stadioninnenraum. Es wurden Maßnahmen besprochen, an deren Umsetzung intensiv gearbeitet wird. Dazu zählt die in Jena vorherrschende Problematik der An- und Zufahrtssituation. Der bisherige Zustand, dass sowohl den Heim- als auch Gästefans nur ein Weg zur Verfügung steht, wird nach wie vor als Sicherheitsnadelöhr gesehen, an deren Lösung gearbeitet wird. Ebenso ist zukünftig eine Ausleuchtung des Stadionvorplatzes angedacht. Gleichzeitig wünschen sich Verein und Polizei einen noch engeren Kontakt zu den Verantwortlichen des DFB, die vor Ort die Spiele beobachten, um hier schon im Vorfeld Dinge abzuklären und auch im Rahmen von Ermittlungen der Sportgerichtsbarkeit sofort fundierte Informationen auszutauschen.