Archivierter Artikel vom 26.04.2010, 13:22 Uhr

Jedes achte Kind hört schon schlecht

Köln (dpa). Schon jedes achte Kind im Alter von 8 bis 14 Jahren hört – lärmbedingt – nicht mehr perfekt. Vor allem bei mittleren und hohen Tönen liege eine Hörminderung vor, teilt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

Verursacher dieser gesundheitlichen Schädigung sei vor allem Lärm, der aber nicht «nur» zu Hörschäden oder Ohrgeräuschen führe, wie die BZgA anlässlich des Internationalen Aktionstags gegen Lärm (28. April) mitteilt. Laut der Organisation kann er den gesamten kindlichen Organismus belasten, zu Schlafstörungen und Konzentrationsschwäche führen, den Blutdruck erhöhen oder körperliche Stressreaktionen bewirken.

«Hörschädigungen bei Kindern entwickeln sich meist langsam und über lange Zeit unbemerkt. Das ist besonders tückisch«, sagt BZgA-Direktorin Elisabeth Pott. Die Auswirkungen zeigten sich oft erst später, die Schädigungen seien dann nicht mehr rückgängig zu machen. Eltern sollten ihren Nachwuchs gegen Lärm im Alltag schützen, auch etwa vor extrem lauten Kinderpistolen, Spielzeugtrompeten oder Trillerpfeifen.

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: www.bzga.de

Gesundheitstipps für Eltern: www.kindergesundheit-info.de