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    Jansen «geil» auf England: «Ich bin bereit»

    Lange nur Rekonvaleszent, jetzt echte Alternative für den England-Hit: Marcell Jansen steht auf dem Sprung in die Startelf von Bundestrainer Joachim Löw.

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    Trainer Joachim Löw (l) und Marcell Jansen im Training der Nationalmannschaft.

    Nach langen Monaten der Qualen und einem speziellen Aufbauprogramm mit den Fitness-Experten der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat sich der 24 Jahre alte Hamburger zurückgekämpft. «Ich bin bereit, alles andere wird man sehen», erklärte Jansen vor dem mit großer Spannung erwarteten WM-Achtelfinale am Sonntag in Bloemfontein gegen die «Three Lions».

    Als eine Art Experiment hatte Löw die Nominierung von Jansen in den WM-Kader bezeichnet. Nach der Verletzung des Syndesmosebandes verordnete der Bundestrainer dem Hamburger viele Trainingsschichten. «Bei ihm setzen wir jetzt die höchste Belastung an, er wird am meisten arbeiten», hatte Löw zu Beginn der WM-Vorbereitung erklärt und Jansen danach stetige Fortschritte bescheinigt.

    Lange blieb unklar, für welche Position Löw den 24-jährigen Außenspieler so vehement eingeplant hatte: Beim jüngsten 1:0 gegen Ghana wurde es deutlich. «Ich habe mit dem Trainer gesprochen. Er hat überlegt, mich schon von Anfang an zu bringen», berichtete Jansen, der nach 73 Minuten für den angeschlagenen Jérome Boateng auf der linken Abwehr-Position ran durfte. «Ich habe mich gut gefühlt und gezeigt, dass die Spitzigkeit da ist», kommentierte Jansen seinen 32. Länderspiel-Einsatz mit der Hoffnung auf mehr.

    Als linker Verteidiger hat Jansen auch seine bisher schwärzeste Stunde in der Nationalelf erlebt. Bei der EM 2008 war er nach einem völlig missratenen Auftritt beim 1:2 gegen Kroatien schon nach 45 Minuten ausgewechselt worden. «Ich habe viel daraus gelernt. Es war eine harte, aber gute Zeit», blickte Jansen zurück. Beim HSV spielte er bis zu seiner Verletzung Ende März fast nur im linken Mittelfeld.

    «Ich konnte drei Monate nicht spielen, habe aber gut trainiert, einen guten Eindruck hinterlassen, war sehr nahe dran», beschrieb Jansen seine Situation als lauernder Spieler. Der linke Part in der Viererkette ist noch immer Löws Hauptproblemzone. Der zuletzt dort eingesetzte Boateng plagt sich mit einer Waden-Blessur. Jansen sieht seine Chance: «Ich freue mich jetzt, wieder ein bisschen im Rhythmus zu sein. Und ich werde versuchen, mich weiter aufzudrängen.»

    Der Klassiker gegen die Engländer ist für ihn ein besonderer Anreiz. «Wer sich da nicht freut, ist fehl am Platz. Das wird geil», betonte Jansen. «Ich bin jetzt optimistisch, dass wir eine realistische Chance haben, wenn wir uns wieder steigern.»

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