Archivierter Artikel vom 10.08.2010, 15:22 Uhr

Italien verschärft Strafen für Verkehrssünder

München (dpa/tmn). Verkehrssünder müssen in Italien seit 1. August mit härteren Strafen rechnen. Wer mehr als 40 Stundenkilometer zu schnell fährt, riskiert nach Angaben des ADAC eine Geldbuße zwischen 500 und 2000 Euro sowie ein Fahrverbot von einem bis drei Monaten.

60 Stundenkilometer zu viel auf dem Tacho kosten 779 bis 3119 Euro, außerdem verliert der Raser seine Fahrerlaubnis für sechs bis zwölf Monate. Vollkommene Enthaltsamkeit fordert die neue italienische Straßenverkehrsordnung von jungen Fahrern. Wer unter 21 Jahre alt ist oder noch keine drei Jahre seinen Führerschein besitzt, muss nun die 0,0-Promillegrenze einhalten. Wer mit bis zu 0,49 Promille Alkohol im Blut am Steuer erwischt wird, zahlt laut ADAC 155 bis 624 Euro Strafe. Bei höheren Promillewerten droht ein Fahrverbot. Für ältere und erfahrene Fahrer gilt weiterhin die 0,5-Promillegrenze.

Neu ist auch, dass Führerscheinneulinge in den ersten drei Jahren auf Autobahnen nicht schneller als 100 Kilometer pro Stunde fahren dürfen. Auf Landstraßen liegt ihr spezielles Tempolimit bei 90 Stundenkilometern. Außerdem muss ihr Auto weniger als 55 Kilowatt Leistung haben.