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Teheran

Iran: Weiter harte Linie gegen Israels Sportler

dpa

Der iranische Sport ist offenbar mit dem Versuch gescheitert, eine Lockerung der Boykott-Politik gegen Athleten aus Israel zu erreichen. Wie iranische Medien berichteten, bleibe es bei der harten Linie.

Seit der islamischen Revolution vor 31 Jahren weigern sich iranische Sportler, gegen Kontrahenten aus Israel anzutreten. Jüngster Fall war Ringer Taleb Mariman Nematpour, der in der vorigen Woche bei der Weltmeisterschaft in Moskau nicht gegen Denis Nickolaev aus Israel kämpfte. Dadurch büßte der Asienmeister alle Chancen ein. Er sei glücklich, die Rechte Palästinas verteidigt zu haben, aber auch traurig, dass der Iran keine Medaille gewonnen habe, erklärte Nematpour anschließend. Bei den ersten Olympischen Jugendspielen im August in Singapur war der Iraner Mohammad Soleimani offiziell wegen einer Verletzung nicht zu seinem Taekwondo-Finale gegen Gili Haimovitz aus Israel angetreten.

Wie das iranische Staatsfernsehen meldete, habe sich der für den Sport zuständige Vizepräsident Ali Saeidlou daher per Brief an den geistigen Führer Ajatollah Ali Chamenei gewandt, der laut Verfassung das letzte Wort bei Änderungen in Staatsangelegenheiten hat. Saeidlou bestritt indes, Chamenei geschrieben zu haben. Beobachter machten politischen Druck für das Dementi des Sportchefs verantwortlich, der Präsident Mahmud Ahmadinedschad nahesteht.

Das Nationale Olympische Komitee (NOK) Irans warnte indes vor Konsequenzen durch die harte Haltung. Hinter dem Boykott gegen Sportler aus Israel bei Olympia könne das Internationale Olympische Komitee (IOC) politische Gründe vermuten. Israel nicht anzuerkennen, sei zwar ein Prinzip der iranischen Politik, dennoch sollte ein Weg aus der Krise gefunden und das Problem auf internationaler Ebene gelöst werden, sagte Generalsekretär Bahram Afsharzadeh vom iranischen NOK nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA.

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