IOC untersucht Vorwürfe gegen Spitzenfunktionär

Berlin (dpa). Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird die Vorwürfe gegen einen afrikanischen Spitzenfunktionär untersuchen, der in der Vergangenheit Bestechungsgelder von der ehemaligen FIFA-Vermarktungsagentur ISL angenommen haben soll.

«Das IOC hat eine Null-Toleranz-Politik gegen Korruption und wird die Angelegenheit an die IOC-Ethik-Kommission weiterleiten», teilte das IOC in einer Presseerklärung mit. Nach übereinstimmenden Medienberichten sollen drei Funktionäre des Fußball-Weltverbandes FIFA von der 2001 bankrottgegangenen Agentur ISL Bestechungsgelder von mehr als zehn Millionen Dollar kassiert haben. Der hochrangige Offizielle aus Afrika, seit 2001 auch im IOC, soll 1995 100 000 französische Francs von der ISL eingestrichen haben.

Die beiden anderen beschuldigten Funktionäre, der brasilianische Verbandspräsident Ricardo Teixeira und Nicolás Leoz, Präsident des südamerikanischen Verbandes CONMEBOL, haben ihre Verwicklung in die Affäre über Sprecher bereits zurückgewiesen.