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Rheinland-Pfalz

Interview mit Malu Dreyer: Der Hahn war ihre schwärzeste Stunde

Die Stärkung der Kommunen und des Zusammenhalts in Rheinland-Pfalz sind nach Ansicht von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ihre bisher wichtigsten Weichenstellungen. Im Gespräch bilanziert Malu Dreyer ihre fünf Jahre als Ministerpräsidentin des Landes.

Malu Dreyer
Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer.
Foto: Arne Dedert/Archiv – dpa

Wenn Sie zurückblicken: Was war für Sie Ihr größter Erfolg?

Die Kommunen erhalten heute erheblich mehr Geld als noch vor fünf Jahren. Und wir werden auch in Zukunft weiter daran arbeiten. Ein weiteres zentrales Thema ist, dass wir den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land gestärkt haben. Das drückt sich zum Beispiel in der Stärkung des Ehrenamtes aus und darin, dass wir das Leben in Stadt und Land positiv weiterentwickeln. Die Menschen müssen gleichermaßen in der Stadt und auf dem Land gute Lebensbedingungen vorfinden. Natürlich gehört zum Zusammenhalt auch die Aufnahme und Integration der Flüchtlinge, die wir mit großem Engagement voranbringen.

Und welches war Ihre bisher schwerste Stunde?

Das Schwierigste war sicherlich das gescheiterte erste Verkaufsverfahren des Flughafens Hahn. Ich war sehr froh, dass das Verfahren nach der erneuten Ausschreibung zum Ziel geführt hat und dass es damit weiterhin Entwicklungschancen für die Region gibt. Schwierig war auch die Insolvenz des Flughafens Zweibrücken. Wir haben damals zügig einen 25-Punkte-Plan für die Region aufgestellt und sehr viel davon umgesetzt.

Gab es in den fünf Jahren mal einen Punkt, an dem Sie gesagt haben: „Hätte ich das bloß nicht gemacht?“

Ich bin sehr gern Ministerpräsidentin. Es macht mir sehr viel Spaß, denn es gibt mir die Möglichkeit, positive Dinge anzustoßen und zu gestalten. Aber natürlich gibt es immer wieder auch schwierige Situationen. Zum Beispiel habe ich die große Verantwortung gespürt, als viele Flüchtlinge zu uns kamen. Bei alldem ist es hilfreich und nicht selbstverständlich, dass wir in der Koalition sehr harmonisch regieren. Ich glaube, dass man nur eine Chance auf eine Dreierkonstellation hat, wenn man sich immer wieder darum bemüht, sich auf Augenhöhe zu begegnen.

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