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Stuttgart

Infrastrukturmanagement: Städteplanung plus BWL

dpa/tmn

Die öffentlichen Kassen sind leer. Gerade in solchen Zeiten müssen Städte und Kommunen genauer durchrechnen, wie sie ihre Infrastruktur wirtschaftlich managen können.

Dazu gehört eine ganze Menge: Die Palette reicht vom Straßenbau über die Energieversorgung bis zum Telekommunikationsnetz. Städteplaner müssen für die Arbeit in diesen Bereichen nicht nur technisch Bescheid wissen. Gefragt sind Ingenieure, die auch unternehmerisch denken können. Sie werden in dem Fach Infrastrukturmanagement ausgebildet.

Die Themen, die darin durchgenommen werden, kennt eigentlich jeder aus seinem Alltag. Denn wer sich in seinem Zuhause umsieht, findet lauter Sachen, die zur öffentlichen Infrastruktur gehören. «Stellen Sie sich ein Haus in einem Neubaugebiet vor», erläutert Andrea Wittmacher von der Fachhochschule für Technik in Stuttgart, an der das Fach angeboten wird. «Zuerst wird gebaut, dann kommen die Abwasserkanäle, Strom, Telefon und Internet. Und dann fehlt noch die Müllabfuhr und die Anbindung an den Nahverkehr. Um all das kümmern sich Infrastrukturmanager.»

Im Studium geht es sowohl um Bauwesen als auch um Betriebswirtschaftslehre. Daneben stehen Fächer wie Architektur und Städteplanung auf dem Lehrplan. Außerdem müssen Studenten sich mit Umwelttechnik und Recht beschäftigen.

Arbeit für Absolventen gibt es in kommunalen Verwaltungen. Bedarf für sie haben aber auch Verkehrsbetriebe, Energieversorger und Entsorgungsunternehmen. Oder sie sind in freien Planungs- und Beratungsbüros tätig. Studieren lässt sich das Fach außer in Stuttgart auch in Frankfurt/Main und Münster. Ähnliche Angebote gibt es zum Beispiel in Weimar und Holzminden.

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