Archivierter Artikel vom 20.04.2021, 10:55 Uhr
Montreux

UEFA-Kongress

Infantino: FIFA gegen die Super League

FIFA-Präsident Gianni Infantino lehnt die neue Super League ab und hat den Gründerclubs nicht näher definierte „Konsequenzen“ angedroht.

FIFA-Chef
Auch FIFA-Präsident Gianni Infantino lehnt die Super League ab.
Foto: Ennio Leanza/KEYSTONE/dpa

Es gebe „keinerlei Zweifel“ an der Position des Weltverbandes, sagte der Schweizer während des Kongresses der Europäischen Fußball-Union in Montreux. „Gestern haben wir gehört und gelesen von Krieg, Verbrechen. Schreckliche Wörter und noch schrecklicher, wenn sie über das Spiel gesagt werden, dass wir alle lieben. Ich möchte es eindeutig klarstellen: Die FIFA ist eine Organisation, die auf den wahren Werten des Sports aufgebaut ist.“

Die Super League, die von bislang zwölf europäischen Spitzenclubs ins Leben gerufen worden war, widerspreche diesen Werten. Sie sei „eine geschlossene Gesellschaft, eine Abspaltung von den existierenden Institutionen, den Ligen, Verbänden, der FIFA und UEFA“. Er spreche beim UEFA-Kongress, „um die volle Unterstützung auszusprechen“.

Am Vortag hatte UEFA-Präsident Aleksander Ceferin drastische Sanktionen bis hin zum EM- und WM-Aus der Spieler der Super-League-Vereine ausgesprochen. Infantino blieb vage. „Wenn einige wählen, ihren eigenen Weg zu gehen, müssen sie mit den Konsequenzen leben“, sagte Infantino. „Sie sind verantwortlich. Konkret bedeutet das, entweder bist du drin – oder draußen. Du kannst nicht zu Hälfte drin und zur Hälfte draußen sein. Aber ich will nicht einmal darüber nachdenken.“

© dpa-infocom, dpa:210420-99-274495/2

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