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    Neu Delhi

    Indien feiert historischen Kricket-Coup

    Indiens Kricket-Nationalteam hat nach fast 28 Jahren den Weltmeistertitel zurückerobert und das Land mit dem Finalsieg über Sri Lanka in einen Freudentaumel gestürzt.

    Jubelarie
    Die indischen Fans feierten auf den Straßen den Gewinn der Kricket-WM mit Feuerwerk.
    Foto: DPA

    Nach Spielschluss strömten in der Hauptstadt Neu Delhi und in zahlreichen anderen Orten Hunderttausende auf die Straßen. Die Menschen lagen sich in den Armen und tanzten. Es gab Feuerwerk, Autokorsos und Hupkonzerte. «In einem Land mit 1,2 Milliarden Einwohnern, in dem Kricket Religion ist, gibt es nichts Größeres als diesen Titel», sagte ein Student im Endspielort Mumbai.

    Zuletzt war Indien im Jahr 1983 Weltmeister im One-Day-Cricket – aber noch nie gewann der Gastgeber den begehrten Titel. «Viele von uns waren damals noch nicht geboren, deshalb ist dieser Sieg vor allem für die jungen Leute etwas ganz Besonderes», freute sich ein Mann nach dem packenden Finale im Wankhede-Stadium der westindischen Finanzmetropole. «Unser Jubel kennt keine Grenzen.»

    Am Sonntag flatterte an vielen Autos die Nationalflagge. Die indischen Nachrichtenkanäle strahlten Sondersendungen aus. «Letzte Nacht haben wir mit wildfremden Menschen auf der Straße gefeiert», sagte ein Rechtsanwalt aus Neu Delhi dem Sender NDTV. «Jeden hat dieses einmalige Gefühl der Liebe für unser Land erfasst.» Für den Abend waren erneut vielerorts Freudenfeiern geplant. «Die Party hat gerade erst begonnen», jubelte ein jugendlicher Kricket-Fan.

    Die Spieler wurden am Sonntag von Staatspräsidentin Pratibha Patil empfangen. Zuvor hatte Premierminister Manmohan Singh erklärt, das Team um Kapitän Mahendra Singh Dhoni habe das Land stolz gemacht.

    Auch im Nachbarland Sri Lanka wurde gefeiert. Tausende Menschen jubelten am Straßenrand, als die Mannschaft in einem dreistündigen Autokorso vom Flughafen in die Hauptstadt Colombo fuhr. «Wir müssen uns bei der Nation entschuldigen, dass wir den Titel nicht gewonnen haben», sagte der Kapitän des Weltmeisters von 1996, Kumara Sangakkara, bei einem Empfang im Stadtzentrum. Sri Lanka hatte sich in der ersten Hälfte eine exzellente Ausgangsposition verschafft, konnte im zweiten Abschnitt aber seine übliche Stärke beim Werfen nicht gegen die gut aufgelegten indischen Schlagmänner ausspielen.

    Die Kricket-WM ist eines der größten Sportereignisse der Welt und findet seit 1975 (mit einer Ausnahme) alle vier Jahre statt. In diesem Jahr wurde sie gemeinsam von Indien, Bangladesch und Sri Lanka ausgerichtet. Indien hatte auf dem Weg ins Finale den viermaligen Weltmeister und Titelverteidiger Australien sowie den Rivalen Pakistan ausgeschaltet. Sri Lanka hatte Neuseeland besiegt.

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