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    In Maßen sind Süßstoffe keine Gefahr für Diabetiker

    Für Diabetiker ist Zucker eine süße Versuchung, bei der sie sich zurückhalten müssen. Süßstoffe sind eine gute Alternative. Doch auch beim Zuckerersatz greifen sie besser nicht hemmungslos zu.

    Zucker und Stevia-Tabletten
    Zucker, Süßstoff, Stevia: Bei Diabetikern verhält es sich nicht anders als bei gesunden Menschen - wer viel Süßes isst, steigert sein Verlangen danach.
    Foto: Jens Kalaene - DPA

    Berlin (dpa/tmn) – Für Diabetiker ist Zucker eine süße Versuchung, bei der sie sich zurückhalten müssen. Süßstoffe sind eine gute Alternative. Doch auch beim Zuckerersatz greifen sie besser nicht hemmungslos zu.

    Zucker ist für Diabetiker so gut wie tabu. Süßstoffe sind eine gute Alternative. «Sie beeinflussen den Blutzuckerspiegel nicht», sagt Stefanie Gerlach von der Deutschen Diabetes-Hilfe in Berlin. Süßstoffe finden sich zum Beispiel in vielen Light-Produkten. Dennoch sollten Diabetiker beim Konsum von Süßstoffen zurückhaltend sein. Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema:

    Welche Vorteile haben Süßstoffe im Vergleich zu Zucker?

    Süßstoffe haben keine Kalorien. Außerdem verursachen sie kein Karies. Viele Typ-2-Diabetiker leiden unter Übergewicht. Süßstoffe helfen bei der Gewichtsstabilisierung. «Zugelassene Süßstoffe sind in Maßen genossen nicht gesundheitsgefährdend», erklärt Gerlach.

    Was bedeutet «zugelassene Süßstoffe»?

    Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit ist für die Zulassung von Zusatzstoffen wie Süßstoff zuständig. Sogenannte ADI-Werte geben an, wie viel Süßstoff mit der Nahrung aufgenommen werden darf, ohne dass ein Gesundheitsrisiko besteht. Die Abkürzung ADI steht für acceptable daily intake, also akzeptable tägliche Aufnahme. Ein 80 Kilogramm schwerer Mann darf zum Beispiel maximal 1200 Milligramm Sucralose pro Tag zu sich nehmen. Eine Tabelle mit diesen Werten findet sich zum Beispiel auf der Internetseite der Deutschen Gesellschaft für Ernährung.

    Müssen Diabetiker etwas beachten, wenn sie Süßstoffe zu sich nehmen?

    Ja. «Nimmt man zu viel Süßes zu sich, kann das Verlangen nach Süßem noch größer werden», erklärt Gerlach. «Im schlimmsten Fall lässt sich der Drang nur noch schwer kontrollieren.» Steigt das Verlangen spürbar an, sollten Diabetiker weniger Süßstoffe zu sich nehmen. Das gilt aber für jeden, der Süßstoffe verwendet.

    Auch Stevia ist ein Zuckerersatz. Was hat es damit auf sich?

    Steviolglycoside, umgangssprachlich Stevia genannt, werden aus den Blättern einer südamerikanischen Pflanze gewonnen. Stevia ist erst seit Ende 2011 als Süßstoff in der EU zugelassen und hat einen sehr niedrigen ADI-Wert. Nur 320 Milligramm pro Tag darf ein 80 Kilogramm schwerer Mann ohne Bedenken zu sich nehmen. Die Gefahren einer Überdosierung sind ungeklärt. Mit Stevia gesüßte Produkte sind nicht notwendigerweise zuckerfrei.

    Service:

    Eine Infobroschüre des aid infodienst Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz rund um Zucker und Co. ist für vier Euro online bestellbar.

    Tabelle der ADI-Werte

    Webseite Deutsche Diabetes-Hilfe

    Hier geht's zur Info-Broschüre des aid

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