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Im Überzahlspiel liegen wieder die Knackpunkte

Der TV Nieder-Olm verabschiedete sich mit der 23. Saisonniederlage in die zweiwöchige Osterpause der Dritten Handball-Bundesliga Süd.

Bleibt er oder geht er: Youngster Lukas Nagel (am Ball) wurde in dieser Saison behutsam in das Nieder-Olmer Drittligateam integriert, zählt aber derzeit noch zum Kreis von drei Spielern, über deren Zukunft noch gesprochen werden muss. 
Foto: Bernd Eßling
Bleibt er oder geht er: Youngster Lukas Nagel (am Ball) wurde in dieser Saison behutsam in das Nieder-Olmer Drittligateam integriert, zählt aber derzeit noch zum Kreis von drei Spielern, über deren Zukunft noch gesprochen werden muss.
Foto: Bernd Eßling

Der TV Nieder-Olm verabschiedete sich mit der 23. Saisonniederlage in die zweiwöchige Osterpause der Dritten Handball-Bundesliga Süd.

Das 25:33 (15:15) des abgeschlagenen Tabellenletzten gegen den Zweitligaabsteiger erzählt sich eigentlich wie schon so viele andere Begegnungen in dieser ergebnistechnisch für die Rheinhessen doch recht einseitig verlaufenden Saison. Die Mannschaft hat wirklich wieder alles gegeben, vermochte knapp 50 Minuten gut mitzuhalten und hat dann am Ende dem physisch überlegenen Gegner noch recht deutlich die Punkte überlassen müssen.

Und weil das den Gästen auch diesmal wieder nicht wirklich leicht gefallen ist, gab es zum wiederholten Male Lob vom gegnerischen Trainer. "Wir hatten den nötigen Respekt vor dieser Nieder-Olmer Mannschaft", sagte Jens Becker, "deswegen haben wir uns auch besonders akribisch vorbereitet. Denn die Nieder-Olmer bringen eine gewissen Qualität mit und haben eine hohe Umschaltfähigkeit. Wir waren gezwungen, das Tempo bis zum Ende hochzuhalten, um hier als Sieger rausgehen zu können."

Mit ihrem körperlich nicht fitten Rückraumhünen Florian See sind die Gäste laut Becker "grottenschlecht" ins Spiel gekommen. Die Nieder-Olmer, die eine gesunde Aggressivität in der Abwehr zeigten, dafür umso besser. Nach einem 2:4-Start (6.) führten die Gastgeber alsbald mit 7:5 (10.) und 9:7 (15.). Dann kam für TVN-Trainer Michael Rink der erste Knackpunkt. "Da haben wir wieder einmal die Chance des Überzahlspiels nicht beim Schopf gepackt", sagte Rink. 9:11 hieß es nämlich sieben Minuten später, der TVN schaffte aber noch ein 15:15 zur Pause und ging sogar noch zweimal in Führung: 17:16 (33.) und 19:18 (35.)

Dann der zweite Knackpunkt: Wieder eine Überzahl nicht genutzt, und nach 38 Minuten hieß es 19:22. Dieser Rückstand blieb lange Zeit bestehen (24:27, 48.) und wuchs in der Schlussphase noch merklich an. Trotz der Niederlage war sich das Trainerduo Udo Henß/Michael Rink darüber einig, dass das Team an die gute Leistung in Groß-Bieberau angeknüpft hat, zumal in Michael Kundel, Manuel Frommann, Sven Gaubatz, Felix Niedermayer, Christian Kulaszewicz und einem maladen Dennis Baier (nur auf der Bank) gleich sechs Stammkräfte nicht einsatzfähig waren.

Armin Franz

Die Statistik – TV Nieder-Olm: Eichhorn, Bettin (n.e) – Gettert (5), Gramlich (1), Laufersweiler (5/1), Räder (3), Kukula, Reichelt (5), Nagel (2), Stauder (1), Stumps (3), Baier (n.e.), Kowalczik.

TV Groß-Umstadt: Elsner, Sahm (n.e.) – Scholz (1), See (5/1), Acic (5), Ramos-Nuez (3), Werner (1), Lehmer, Nastos (2), Geißler, Kramer (4), Schmitt (8), Schulz (4).

Schiedsrichter: Henning Bargman (Frankfurt) und Daniel Stein (Koblenz).

Zuschauer: 250.

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