Archivierter Artikel vom 24.04.2014, 10:20 Uhr
Bramsche

Hufrehe erkennen und verhindern

Das Pferd läuft steif oder will nicht mehr aufstehen: Erkrankungen an den Beinen der Tiere können auf einen akuten Reheschub hinweisen. Diese Entzündung im Huf sollte sofort vom Tierarzt behandelt werden.

Hufrehe durch Weidegras
Große Mengen an frischem Weidegras können bei Pferden zu entzündeten Hufen führen.
Foto: Federico Gambarini – DPA

Große Mengen an frischem Gras im Frühjahr können bei Pferden zu entzündeten Hufen führen. Denn der pflanzliche Zucker verändert die Darmflora der Tiere. Dadurch werden Giftstoffe freigesetzt, die den Blutkreislauf beeinflussen und im Huf eine Entzündung auslösen können. Darauf weist Friederike Hänsch von der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz (TVT) hin. Pferdebesitzer sollten ihr Tier deshalb erst langsam wieder ans Weidegras gewöhnen und den Auslauf im Grünen schrittweise verlängern. So kann sich das Verdauungssystem der Tiere langsam an das frische Futter anpassen.

Einen akuten Reheschub erkennen Halter daran, dass das Pferd die erkrankten Beine entlastet, steif läuft oder gar nicht mehr aufstehen will. Oft sind die Vorderbeine betroffen – werde diese entlastet, sieht es aus, als ob sich das Tier nach vorne streckt. Die Hufe sind außerdem warm, und die Arterien am Fesselgelenk pulsieren. Bei Verdacht auf Hufrehe ziehen Besitzer am besten sofort einen Tierarzt hinzu, damit er das Tier so schnell wie möglich behandeln kann.