Archivierter Artikel vom 25.08.2010, 11:44 Uhr

HSV startet mit Supercup-Sieg Jagd auf THW Kiel

Hamburg (dpa). Pokalsieger HSV Hamburg hat die Jagd auf Meister THW Kiel eröffnet und viel Selbstvertrauen für die neue Handball-Saison getankt.

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Champions
Der HSV Hamburg feiert den Gewinn des Super-Cups.

«Der Supercup-Erfolg ist gut für die Moral. Wir haben gesehen: Der THW Kiel ist schlagbar», betonte HSV-Torhüter Johannes Bitter nach dem 27:26 (13:11)-Sieg in München. Nach dem ersten Titel in der neuen Spielzeit wollen die Hamburger die Vorherrschaft des Rekordchampions endlich beenden.

Dafür greift HSV-Präsident Rudolph in die verbale Trickkiste und lästert gegen den 16-fachen Titelträger. «In Kiel gibt es nichts außer dem THW und der Kieler Woche – und die findet in der Handball-Sommerpause statt», sagte Rudolph dem Magazin «Sport Bild». «Der THW hat es deshalb einfacher als alle anderen. Die Halle ist bei jedem Spiel ausverkauft.» Dadurch habe der Club immer Planungssicherheit.

Der Supercup-Triumphes ist für Rudolph nur ein Appetithappen, sein Titelhunger längst nicht gestillt: «Unser Ziel ist ganz klar die Meisterschaft. Klappt das nicht, wäre ich mit der Saison nicht zufrieden.» Ähnlich sieht es HSV-Schlussmann Bitter: «Ein Titel ist ein Titel, darüber freuen wir uns. Doch am Ende einer Saison zu feiern, ist noch viel schöner als jetzt am Anfang.»

Bereits im vergangenen Jahr hatte der HSV, der am Samstag (20.15 Uhr) bei Frisch Auf Göppingen in die Liga-Saison startet, gegen den Seriensieger von der Förde mit 35:28 den Supercup gewonnen. Doch beim Saisonfinale musste er zuschauen, wie der THW die Champions-League- und Meister-Trophäe in den Himmel reckte.

Die in München unterlegenen Kieler gaben sich unverdrossen: «Wir müssen das Spiel so schnell wie möglich abhaken, am Sonntag geht es für uns los», sagte THW-Geschäftsführer Uli Derad vor dem Bundesliga- Auftakt gegen Aufsteiger TSG Friesenheim. «Es wird nach diesem Spiel keine Panik oder gar eine Krisensitzung geben», pflichtete ihm Rückraumschütze Filip Jicha bei. Der Tscheche betonte, der Supercup sei lediglich das abschließende Spiel der Saison-Vorbereitung gewesen: «Mehr nicht.»

Hamburg präsentierte sich als homogenes Team, spielstark und kämpferisch. Das große Plus des HSV: Der Club hat keinen personellen Abgang zu verzeichnen. Trainer Martin Schwalb freute sich über ein eingespieltes Team und konnte im deutschen Nationalspieler Michael Kraus einen spielstarken Neuzugang präsentieren. «Es ist immer schön, gegen den THW Kiel zu gewinnen», meinte Kraus nach seinem ersten Pflichtspiel für den HSV. Hamburgs Rückraumspieler Blazenko Lackovic betonte: «Wir haben in München gezeigt, dass wir in dieser Saison um Champions League, Meisterschaft und DHB-Pokal mitspielen können.»