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    Frankfurt/Main

    Honorar auch für schlecht sitzende Prothese

    Auch für eine schlecht sitzende Zahnprothese muss der Patient dem Zahnarzt das Honorar zahlen. Nach Auffassung des Oberlandesgerichtes (OLG) Frankfurt schuldet der Zahnarzt beim Anpassen der Prothesen keinen konkreten Erfolg.

    Insbesondere könne der Patient nicht verlangen, dass der Zahnersatz beschwerdefrei sitzt. (Az.: 22 U 153/08). Das Gericht wies mit seinem Urteil die Klage einer Patientin gegen einen Zahnarzt ab. Das OLG hat allerdings wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache die Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe zugelassen.

    Die Klägerin hatte sich von dem Zahnarzt eine Prothese anfertigen lassen, die aber nicht ihren Vorstellungen entsprach. Sie verlangte daher unter anderem die Rückerstattung des Honorars in Höhe von rund 12 000 Euro.

    Das OLG sah für die Forderung keine rechtliche Grundlage. Wie jeder Arzt schulde auch ein Zahnarzt grundsätzlich nur die Behandlung, aber keinen bestimmten Heilerfolg. Konkret bedeute dies, dass der Zahnarzt lediglich verpflichtet sei, die allgemein anerkannten Grundsätze der zahnärztlichen Wissenschaft zu beachten und geeignetes Material zu verwenden.

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