Archivierter Artikel vom 16.09.2010, 14:30 Uhr
Leverkusen

Holzhäuser empfiehlt: «Thema Ballack ruhen lassen»

Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen hat mit Unverständnis auf Aussagen von Bundestrainer Joachim Löw zu den Zukunftsperspektiven von Michael Ballack reagiert.

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Verletzt
Michael Ballack fällt nach seiner erneuten Verletzung länger aus.

«Es wäre für alle Beteiligten – auch für Michael Ballack – sinnvoller, das Thema jetzt endlich mal ruhen zu lassen. Michael soll erst mal wieder gesund werden. Alles andere ergibt sich dann von allein», sagte Bayer-Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser der Nachrichtenagentur dpa.

Holzhäuser bezeichnete den Umgang mit Ballack vonseiten der sportlichen Führung der Nationalmannschaft als respektlos. Man müsse auch mal schweigen können. Damit bezog sich Holzhäuser auf ein Löw-Interview in der «Badischen Zeitung».

Darin hatte der Bundestrainer mit interpretationswürdigen Aussagen für neuerlichen Diskussionsstoff gesorgt und Zweifel an einem Comeback des Kapitäns in der DFB-Elf genährt. «Generell gilt, nicht nur für Michael Ballack: Irgendwann muss jeder erkennen, dass die Zeit vorbei ist, in der man Top-Leistungen bringen kann», sagte Löw. «Die Zeit läuft weiter, die Entwicklung geht weiter. Neue, junge Spieler rücken nach.»

Allerdings hatte der Bundestrainer auch betont, dass er dem 33- Jährigen ein Comeback durchaus zutraue: «Grundsätzlich denke ich schon, dass Michael Ballack nochmal zurückkommen kann, denn er ist von einem enormen Ehrgeiz getrieben. Und er war es stets gewohnt, sich dem Konkurrenzkampf zu stellen, ist dem nie aus dem Weg gegangen.»

Ballack, der die Fußball-WM in Südafrika im Sommer wegen einer Bänderverletzung verpasst hatte, fällt wegen einer in Hannover erlittenen Fraktur im Schienbeinkopf noch wochenlang aus und dürfte in diesem Jahr kaum mehr in das Nationalmannschafts-Aufgebot zurückkehren.