Archivierter Artikel vom 25.05.2010, 15:22 Uhr
Karlsfeld

Hohe Überlebensrate bei Frühchen

95 Prozent der Frühchen, die nach der 27. Schwangerschaftswoche geboren wurden, überleben. Bei Kindern, die vor der 26. Schwangerschaftswoche (SSW) auf die Welt kamen, lag die Überlebensrate noch bei 65,4 Prozent.

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Das geht aus dem aktuellen Report «Too little, too late? Why Europe should do more for preterm infants» der European Foundation for the Care of Newborn Infants (EFCNI) in Karlsfeld hervor. Demnach kamen 2007 in Deutschland 48 678 Kinder zu früh auf die Welt, das sind 7,1 Prozent aller Lebendgeborenen. Damit liegt Deutschland im Schnitt. Nach den neusten verfügbaren Daten für Europa betrage die Frühgeborenenrate in der Gemeinschaft zwischen 5,5 und 11,4 Prozent. Auch hier liege der Schnitt bei 7,1 Prozent, so die EFCNI.

Obwohl sich die Versorgung von Frühgeborenen in den vergangenen Jahren wesentlich verbessert habe, gebe es nur wenige Fortschritte bei der Verringerung der Häufigkeit. In rund der Hälfte der Fälle ist es dem Report zufolge bis heute nicht möglich, die Ursache der vorzeitigen Entbindung zu ermitteln. Es gebe aber eine Reihe von Risikofaktoren.

Ein erhöhtes Risiko für eine Frühgeburt hätten Frauen mit Mehrlingsschwangerschaften und mit einer Frühgeburt in einer vorherigen Schwangerschaft, sowie Frauen mit Beschwerden oder Infektionen der Gebärmutter oder des Gebärmutterhalses. Als weitere Risikofaktoren gelten laut dem Report Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum, Stress und übermäßige Arbeitsbelastung, eine zu späte vorgeburtliche Betreuung und fehlende soziale Unterstützung. Aber auch Bluthochdruck, Diabetes, eine Blutgerinnungsstörung oder Über- und Untergewicht könnten eine Frühgeburt begünstigen. Außerdem hätten Frauen über 37 und unter 17 Jahren ein erhöhtes Risiko.

Ausschnitte des Reports: dpaq.de/Report_deutsch

European Foundation for the Care of Newborn Infants (englisch): www.efcni.org