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Hamburg

Hoff holt bei deutschen Kanu-Meisterschaften 4. Titel

dpa

Der Siegesjubel kehrte bei Max Hoff ungewöhnlich schnell zurück. Nur zwei Wochen nach einer völlig vermasselten WM in Moskau wandelte sich das Kanu-Ass bei den deutschen Meisterschaften vom Verlierer schon wieder zum Siegertypen.

Titelsammler
Max Hoff holte seinen vierten Titel.
Foto: Yuri Kochetkow – DPA

Gleich mehrmals riss der Olympia-Dritte am Wochenende regelrecht begeistert seine Arme nach oben, als habe er monatelang auf diese paar Rennen im Hamburger Stadtteil Allermöhe hingearbeitet. Dabei war die Bedeutung seiner vier Titel am Wochenende auf der Dove Elbe, einem Nebenarm der Elbe im Südosten der Hansestadt, gegen die kaum nennenswerte nationale Kajak-Konkurrenz über die Mittelstrecken arg überschaubar.

Und trotzdem hinterließen die Prestigeerfolge Wirkung bei Hoff, der jahrelang zu den konstantesten Athleten in den Reihen des Deutschen Kanu-Verbandes zählte. Beim Saisonhöhepunkt in Russlands Hauptstadt Anfang August war von seiner einstigen Leistungsstärke nicht mehr viel übrig geblieben. Kraftlos hatte sich Hoff präsentiert – so wie die meisten anderen enttäuschenden deutschen Paddler. Auf seiner Paradestrecke über die olympischen 1000 Meter wurde der 31-Jährige indiskutabler Neunter, über die Hälfte der Distanz Achter. Silber über die kaum beachteten 5000 Meter konnte da kein bisschen trösten.

«In Moskau war ich vom Kopf her müde, im Training lief es davor auch nicht optimal. Aber ich habe schon ein paar Ideen, was wir ändern müssen», analysierte er jetzt. Mit Blick auf Olympia 2016 in Rio de Janeiro «war es ein gutes Jahr, um mal schlecht zu fahren. Kein Mensch kann sein ganzes Leben lang immer oben sein, das ist unglaublich anstrengend, niemand schafft das». Beim Ringe-Spektakel an der brasilianischen Copacabana will Hoff noch ein letztes Mal nach Gold greifen: «Für dieses große Ziel paddele ich überhaupt noch.»

Der Essener kann darauf setzen, dass er das Pech fürs erste aufgebraucht hat. Als er sich eine Woche nach den WM-Enttäuschungen von Moskau bei einem Jux-Wettkampf in Portugal neues Selbstvertrauen holen wollte, musste er den nächsten Nackenschlag verkraften. Bei einem 18-Kilometer-Rennen mit einem Surf-Ski-Kajak riss ihm, in Führung liegend, kurz vor Schluss das Steuerpaddel – und der sichere Sieg war futsch: «Ich kam kaum noch voran, und auf einmal überholen dich selbst irgendwelche alten Opas, das ist schon frustrierend.»

Trotz des Fiaskos in Russlands ist Hoffs Bedeutung für Bundestrainer Reiner Kießler weiter riesig. Er ist der deutsche Kajakpilot über die Mittelstrecken schlechthin und zwei Jahre vor Olympia neben Canadier-Ausnahmepaddler Sebastian Brendel größter Hoffnungsträger. Dass ihm zurzeit niemand diese Rolle streitig machen kann, wurde auch bei den deutschen Meisterschaften deutlich, als er etwa den Einer über 1000 Meter mit fast fünf Sekunden vor dem Zweiten gewann.

Der Verband will ihn möglicherweise schon kommendes Jahr zusätzlich für den schwächelnden Kajak-Vierer gewinnen. 2015 geht es bei der WM in Mailand auch um die Olympia-Quotenplätze, der Vierer könnte vier feste Starttickets auf einen Schlag sichern. Schon 2012 in London saß Hoff im K4, kam mit den drei Teamkollegen im Großboot dann aber nur auf Rang vier. «Ich würde mich wieder reinsetzen. Aber nur, wenn wir dann auch in der Lage sind, um Gold mitzufahren», betonte Hoff.

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