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Hockey-Herren: Minimalziel nach EM-Enttäuschung

Almere/Niederlande (dpa) – Nach der Enttäuschung über das erstmals verpasste Halbfinale bei der Hallen-Europameisterschaft haben Deutschlands Hockey-Herren ihr Minimalziel erreicht.

Als Titelverteidiger qualifizierte sich die junge Auswahl von Trainer Jamilon Mülders für die WM in Polen im kommenden Jahr. «Ich weiß, dass nach dem Verpassen des Halbfinals einige meckern werden und unsere Philosophie anzweifeln, aber ich sage weiterhin: Es war genau richtig, mit diesen jungen Leuten hier zu spielen», betonte Mülders.

Beim kontinentalen Vergleich im niederländischen Almere reichte Platz fünf in der Endabrechnung – hinwegtäuschen darf die «Quali» aber nicht über das erstmals verpasste EM-Halbfinale in der Halle. Zum Abschluss gab es einen knappen 4:3-Sieg nach 0:2- Rückstand über Italien. «Dieses Spiel war ein Spiegelbild des gesamten Turnierverlaufs», meinte Mülders, dessen Mannschaft mit einem 2:1 gegen Tschechien hoffnungsfroh in das Turnier gestartet war. Danach unterlag die Auswahl des Deutschen Hockey-Bundes (DHB) aber dem neuen und erstmaligen Europameister Österreich (4:3-Sieg im Finale nach Verlängerung gegen Russland) mit 4:5 und stand zum Abschluss gegen Gastgeber Niederlande mächtig unter Druck. Erneut unterlagen die Mülders-Schützlinge dabei mit nur einem Tor Unterschied (0:1).

Die Vorschlussrunde war damit passé, es ging nur noch um die WM-Qualifikation. Beim 9:0 über Absteiger Dänemark schossen sich die Deutschen den Frust von der Seele. «Dass wir Dänemark schlagen, war klar – wichtig war, wie wir sie schlagen», sagte Mülders nach dem Kantersieg. Insgesamt wertete er die Erfahrung, die seine junge Mannschaft bei dem Turnier in den Niederlanden und der Niederlage gegen den Gastgeber sammelte als «riesen Antrieb», im Training noch mehr zu ackern, um den Sprung in den A-Kader zu schaffen.

Die A-Nationalmannschaft der Herren bereitete sich auf dem Feld unterdessen in Südafrika auf die WM vom 28. Februar bis 13. März in Neu Delhi vor. Zum Abschluss unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Markus Weise den Niederlanden mit 1:2 (0:0). Zwei Tage zuvor hatte der Olympiasieger von Peking noch mit 4:3 die Oberhand behalten. Das zweite Match hätte auch «gut unentschieden ausgehen können. Bei gefühlten 55 Grad war das sehr Sommerhockey geprägt. Da hat sich keine der beiden Mannschaften mit Ruhm bekleckern können», meinte Weise.

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