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Stuttgart

Hochschulradios in Not – Mitarbeiter gesucht

dpa

«Guten Morgen, liebe Studenten. Das HoRadS wünscht euch einen erfolgreichen Tag!» So oder so ähnlich klingt es, wenn die Studenten des Hochschulradios Stuttgart ihre rund 2000 Zuhörer begrüßen.

Hochschulradio in Tübingen
Eine Sendung will gut vorbereitet sein. (Bild: dpa)

Im «Glaskasten» in der Eingangshalle der Hochschule der Medien (HdM) sitzen montags bis freitags schon in aller Herrgottsfrühe fünf ausgeschlafene Studenten, die ihren Kommilitonen den Morgen mit experimenteller Musik und zum Teil preisgekrönten Beiträgen rund um das Uni-Leben versüßen wollen. Seit Anfang des Jahres stemmen die rund 50 Studenten diese Aufgabe sogar rund um die Uhr.

Hochschulradio in Tübingen
Den Uni-Radios fehlen die Studenten. (Bild: dpa)

Auch die Uni Konstanz betreibt ein Hochschulradio. Zu hören sind die rund 13 Studenten allerdings nur über das Internet. Die rund 30 Studis der «Uniwelle Tübingen» haben es da schon ein bisschen besser: Auf der offenen Frequenz 96,6 sind sie jeden Sonntag zwischen 10 und 14 Uhr zu hören. Zwei Stunden Sendung mit allem, was Studenten interessiert und viel alternativer Musik.

Wie viele allerdings zuhören, wissen die Studenten nicht. Die Erhebung der Zuhörerzahlen ist nach eigener Aussage zu teuer für den Sender. Man zahlt lieber den mithelfenden Studenten ein kleines Honorar für ihre Beiträge. Und obwohl hier die Studenten mit ihrem Hobby Geld machen können, hat die «Uniwelle» immer weniger Zulauf. «Wir merken ganz deutlich die Umstellung auf die Bachelor- bzw. Master Studiengänge», klagt eine Sprecherin des Uni-Radios in Tübingen. Immer weniger Studenten hätten Zeit, neben dem Studium zu arbeiten, geschweige denn, einem Hobby nachzugehen.

Gerade einmal sieben Leute pro Tag stemmen die 24-Stunden-Frequenz von «echo-fm» in Freiburg. Aber ihre Mühen lohnen sich, das Hochschulradio der Universität Freiburg hören jeden Tag rund 1 500 Leute.

Um das Angebot an Uni-Radios aber aufrechterhalten zu können, müssen viel mehr Studenten die Zeit finden, die Radiostationen zu unterstützen. Vor allem, weil es besonders den Studenten zu Gute kommt, sich zu beteiligen. Alle Hochschulradios sind «Lernradios». Das heißt, dass sie alle von der Landesanstalt für Kommunikation (LfK) unterstützt werden und mit professionellem Equipment arbeiten können.

Die Studenten erhalten unter realen Bedingungen eine professionelle Radioausbildung. «Wir haben festgestellt, dass die Studenten, die bei der «Uniwelle» mitmachen, eher ein Volontariat nach dem Studium bekommen als die anderen», bestätigt die Sprecherin des Uni-Radios Tübingen. Sie hätten einfach schon praktische Erfahrung gesammelt und ein hohes Maß an Engagement gezeigt. Außerdem kann jeder mitmachen: Alle Hochschulradios nehmen Studenten aus allen Fachrichtungen auf.

Finanziert werden die Lern- und Hochschulradios genauso wie das Campus TV im Südwesten von den Unis selbst und der LfK. Im vergangenen Jahr wurden sie mit insgesamt 140 000 Euro gefördert. Im laufenden Jahr sind es 340 000 Euro.

Hochschulradio Stuttgart: www.horads.de

Uniradio Konstanz: www.uniradio-kn.de

Uniwelle Tübingen: dpaq.de/R6LQs

Echofm: dpaq.de/bprq7

Landesanstalt für Kommunikation: dpaq.de/z5Ghi

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