Archivierter Artikel vom 08.08.2010, 13:12 Uhr

Hintergrund: Quotenplätze für Olympia 2012

München (dpa). Nach bislang nur vier von acht erhofften Quotenplätzen für die Olympischen Spiele 2012 in London muss der Deutsche Schützen-Bund (DSB) seine Startberechtigungen nun bei EM und Weltcups holen.

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Der Internationale Schießsportverband (ISSF) hat seine Teilnehmerzahl seit 1988 in Seoul in den 15 olympischen Disziplinen begrenzt. Bei der WM in München werden insgesamt 69 Quotenplätze vergeben.

Die erste Hürde für die Olympia-Teilnahme ist die Mindestqualifikationsringzahl (MQS). Die Einschreibung in einem oder mehreren Wettbewerben des olympischen Programms ist nur bei den Sportlern möglich, die diese Mindestqualifikationsringzahlen erzielt haben. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) hat eine Gesamtquote von 390 Schützinnen und Schützen für die Teilnahme bei Olympia 2012 genehmigt.

Jeder Schütze, der einen Wettkampf in einem der Qualifikationswettbewerbe gewinnt oder eine der entsprechenden Platzierungen erreicht, erwirbt für sein Land einen Startplatz. Die Quotenplätze werden den ISSF-Mitgliedsverbänden gewährt und nicht den Personen, die sie errungen haben. Ein Schütze kann für sein Land nur einen Quotenplatz in irgendeinem Wettbewerb erringen. Falls ein Quotenplatz von einem Schützen gewonnen wurde, der bereits einen hat, dann wird diese olympische Startberechtigung dem Verband des nächstplazierten Schützen zugesprochen.

In Deutschland entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) über die Anzahl der Einschreibungen entsprechend der errungenen Quotenplätze und wählt die Athleten für jeden Wettbewerb aus. Dabei gibt es Höchstteilnehmerzahlen pro Land und Wettbewerb. Jeder Schütze, der in einem Wettbewerb aufgrund eines Quotenplatzes durch sein Land eingeschrieben wird, kann auch als Doppelstarter in anderen Wettbewerben eingeschrieben werden, wenn er in diesem Wettbewerb ebenfalls die Mindestzahl MQS erreicht hat.