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Oberstdorf

Hintergrund: Die Windregel beim Skispringen

dpa

Beim Skiflug-Weltcup in Oberstdorf kommt erstmals die vom Internationalen Skiverband FIS entwickelte Windregel zur Anwendung. Sie beinhaltet zwei verschiedene Komponenten.

Zum einen bietet die Regel der Jury die Möglichkeit, auf extreme Veränderungen der Windbedingungen während eines Wettkampfes mit der Verkürzung oder Verlängerung des Anlaufs zu reagieren, ohne den Wettbewerb abbrechen zu müssen. Die Springer, die aus einer unteren Luke springen müssen, erhalten Bonuspunkte gutgeschrieben. Wird der Anlauf verlängert, gibt es für die folgenden Athleten nach einer für jede Schanze festgelegten Tabelle Punktabzüge.

Zweiter Bestandteil der Regelung ist der Versuch, die von Springer zu Springer variierenden Windbedingungen auszugleichen. Um ein möglichst genaues Bild zu erhalten, sind an der Schanze fünf Windmessgeräte installiert. Die beim ersten Starter ermittelten Werte sind der Maßstab für alle nachfolgenden Springer. Bei besseren Bedingungen erhalten diese Punktabzüge, bei schlechteren Verhältnissen gibt es Bonuspunkte.

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