Archivierter Artikel vom 09.12.2010, 15:48 Uhr
Berlin

Hintergrund: Die US-Ermittlungsbehörde FBI

Die US-amerikanische Bundeskriminalpolizei, das Federal Bureau of Investigation (FBI), wurde 1908 gegründet. Mit seiner Zuständigkeit für Vergehen gegen Bundesgesetze ist es dem Justizministerium unterstellt.

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US-Flagge
Bei einer traditionellen Weihnachtszeremonie an der US-Westküste wollte ein 19-Jähriger eine Autobombe zünden und Tausende Menschen töten. Doch der Terrorplot war eine Falle des FBI. Dem Teenager droh

Berlin – Die US-amerikanische Bundeskriminalpolizei, das Federal Bureau of Investigation (FBI), wurde 1908 gegründet. Mit seiner Zuständigkeit für Vergehen gegen Bundesgesetze ist es dem Justizministerium unterstellt.

Unter den mehr als 35 000 Mitarbeitern sind fast 14 000 Ermittler (Special Agents). Sie bekämpfen das organisierte Verbrechen, Terror und Spionage, Banküberfälle und Entführungen, Verstöße gegen das Kartellgesetz und seit 1982 auch Drogenkriminalität. Das FBI unterstützt andere polizeiliche Behörden bei der Identifizierung von Fingerabdrücken, Laboranalysen von Beweisstücken und Polizeischulungen.

Der Hauptsitz des FBI ist Washington. Nebenstellen gibt es in 56 amerikanischen Städten, gut 60 sind weltweit bei den US-Botschaften akkreditiert. Das Budget 2010 beträgt 7,9 Milliarden Dollar (6 Mrd. Euro). Der FBI-Direktor, seit September 2001 Robert S. Mueller, wird vom Präsidenten ernannt und vom Senat bestätigt.

Die Aktionen des FBI waren immer wieder umstritten, besonders unter der Führung von Edgar Hoover, in dessen Amtszeit (1924-1972) auch einige der acht in diesem Zeitraum regierenden US-Präsidenten bespitzelt wurden. Auch bei den Ermittlungen zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001, bei denen unter anderem das World Trade Center in New York zerstört wurde, war das FBI involviert. Schon nach wenigen Tagen gab die Behörde die Namen der mutmaßlichen Attentäter bekannt. dpa