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    Hildebrand starke Sechste bei Domratschewa-Sieg

    Elf Monate nach ihrem tränenreichen Olympia-Verzicht ist Miriam Gössner als 68. weit abgeschlagen in den Biathlon-Weltcup zurückgekehrt. Die Rolle der neuen Nummer 1 im deutschen Damen-Team hat zunächst einmal Franziska Hildebrand übernommen.

    Siegerin
    Darja Domratschewa siegte im 15-Kilometer-Einzelrennen in Östersund.
    Foto: Mauri Ratilainen - DPA

    Die 27-Jährige aus Clausthal-Zellerfeld wurde beim Sieg von Darja Domratschewa im 15-Kilometer-Einzelrennen im schwedischen Östersund am Donnerstag starke Sechste. «Mit dem Auftakt kann ich zufrieden sein«, sagte sie. Damen-Bundestrainer Gerald Hönig stellte fest: «Sie kann zum Schutzschild für die Jungen werden.»

    Die in der Vergangenheit durch Magdalena Neuner, Kati Wilhelm und Andrea Henkel so erfolgsverwöhnten deutschen Skijägerinnen stehen nach verkorksten Olympischen Spielen vor dem Neuaufbau. «Wir wollen bis Olympia 2018 ein leistungsstarkes Team aufbauen», sagte Hönig. Das junge deutsche Team verkaufte sich im ersten Weltcup-Rennen des Winters gut. Vier Tage nach Platz drei mit der Mixed-Staffel schafften es Franziska Preuß und Luise Kummer auf den Plätzen 17 und 18 sowie Karolin Horchler als 24. in die Top 25. Luise Kummer und Karolin Horchler blieben am Schießstand sogar fehlerfrei. «Die tollen Schießleistungen haben mich gefreut», sagte Hönig.

    Miriam Gössner dagegen leistete sich gleich sieben Schießfehler. Gössner lag nach ihrer verletzungsbedingten Zwangspause 8:37,7 Minuten hinter Siegerin Domratschewa. «Ich habe bei ihr auch Positives gesehen. Sie hatte eigentlich ein gutes Schussbild. Für sie war es wichtig, dass sie überhaupt wieder im Weltcup zurück ist», sagte Hönig. Nach einem schweren Fahrradunfall im Frühling 2013 hatte sie versucht, für Olympia in Sotschi in Form zu kommen. Am 4. Januar gab sie dann unter Tränen ihren Olympia-Verzicht bekannt.

    Franziska Hildebrand vergab die durchaus mögliche Podiumsplatzierung in Östersund im letzten Schießen. Die 27-Jährige überzeugte aber in der Loipe. «Ich habe an meinem Laufstil gearbeitet. Das zahlt sich endlich aus», sagte sie. Genau wie Domratschewa kassierte sie zwei Strafminuten, lag im Ziel 2:25,7 Minuten hinter der dreimaligen Olympiasiegerin. Die Weißrussin holte sich ihren 17. Weltcup-Sieg und gewann vor der Finnin Kaisa Mäkäräinen und der fehlerfrei schießenden Walj Semerenko aus der Ukraine.

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