Archivierter Artikel vom 23.06.2010, 16:42 Uhr
München

Heimkosten der Ehefrau nicht zwangsläufig

Ehepaare können nur Heimkosten bei der Steuer geltend machen, die für den Pflegebedürftigen entstehen. Heimkosten für die nicht pflegebedürftige Gattin, die mit umzieht, seien keine außergewöhnlichen Belastungen.

Das hat der Bundesfinanzhof in München in einem neuen Urteil entschieden (Az.: VI R 51/09). Überschreiten die Aufwendungen eine bestimmte Zumutbarkeitsgrenze, sind sie grundsätzlich abziehbar. Sie müssen aber zwangsläufig entstehen.

In dem Fall hatte ein Ehepaar Wohn-, Verpflegungs- und Betreuungskosten in Höhe von rund 51 000 Euro geltend gemacht. Der Mann war auf einen Rollstuhl angewiesen und in die Pflegestufe 1 eingeordnet. Die Frau folgte ihm in das Wohnstift – ihren Umzug stuften die Richter aber nicht als «durch eine Zwangslage veranlasst» ein.