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    Jerez

    Heidfeld bravourös – Vettel: Rente kann warten

    Er kam, sah und raste allen auf und davon: Nick Heidfeld hat seine Bewährungsprobe mit Bravour bestanden und dürfte am Montag endgültig Grünes Licht für seine Rückkehr in ein Formel-1-Cockpit bekommen.

    Testfahrt
    Nick Heidfeld hat bei den Testfahrten im Lotus-Renault einen guten Eindruck hinterlassen.

    «Ich habe das Gefühl, diesen Test bestanden zu haben. Mehr als mein Bestes konnte ich nicht geben», sagte der 33-Jährige nach seinen Runden auf dem Kurs im spanischen Jerez. «Unter Druck bringe ich immer meine besten Leistungen. Es ist nicht das erste Mal, dass ich vor so einer Situation stand.»

    Nach dem BMW-Aus Ende 2009 war der 173-malige Grand-Prix-Starter mit Gelegenheitsjobs in der Formel 1 unterwegs. Immer mal wieder hatte die Fortsetzung seiner Karriere auf der Kippe gestanden. Nun bekam er durch den Rallye-Unfall seines ehemaligen Teamkollegen Robert Kubica die Gelegenheit, die Verantwortlichen von Lotus Renault von seinem Können zu überzeugen. «Nick hat seine Sache sehr gut gemacht», stellte Renault-Teamchef Eric Boullier fest. Am Montag will der Rennstall verkünden, ob Heidfeld tatsächlich der Mann der Stunde wird. Zweifel kann es eigentlich nicht geben.

    Also wird Heidfeld aller Voraussicht nach sogar in einem Auto mit großem Potenzial in der kommenden Saison an den Start gehen, statt irgendwo als Reservepilot darben zu müssen. Denn der Lotus Renault gilt als Geheimtipp. «Mit der Rente kann er ja mal sehen, ob er noch ein bisschen warten kann», meinte Landsmann Sebastian Vettel bereits schmunzelnd. Heidfeld würde das Kontingent der deutschen Fahrer wieder auf sechs hochschrauben.

    Ob Weltmeister Vettel im Red Bull, Rekordchampion Michael Schumacher im Mercedes oder der spanische Lokalmatador und zweimalige Titelträger Fernando Alonso im Ferrari - gleich bei seiner ersten Testfahrt im neuen Renault ließ «Quick» Nick auf dem 4,428 Kilometer langen Kurs alle hinter sich. Heidfeld vergisst aber auch nicht, wie er zu der unverhofften Last-Minute-Chance vier Wochen vor dem Saisonauftakt in Bahrain gekommen ist.

    «Es ist schon ein beklemmendes Gefühl. Du weißt ganz genau, dass das Pech des einen dein Glück bedeuten kann», sagte er. «So etwas wie es dem Robert passiert ist, wünschst du keinem. Aber es ist deine Chance, und du musst sie nutzen.» Der Pole wird im Krankenhaus in Pietra Ligure noch ein drittes Mal operiert. Fast an der gesamten rechten Körperhälfte hat sich der 26-Jährige Brüche zugezogen. Die vollständige Genesung vor allem des zertrümmerten Unterarms kann bis zu einem Jahr dauern.

    Nur sechs Tage nach Kubicas schwerem Rallye-Crash zeigte Heidfeld, was in ihm und dem neuen R31 steckt. Mit dem schwarzen Renner hatte Kubica in Valencia bei den ersten Tests schon die Gesamtbestzeit erzielt. In 1:20,391 Minuten blieb Heidfeld nun vor rund 50 000 Zuschauern die Winzigkeit von 9/1000 Sekunden über Schumachers Freitag-Bestzeit. Heidfeld, dessen Formel-1-Karriere 2000 begonnen hatte, wollte sein Toprunde aber gar nicht überbewerten. «Das kann jeder, wenn er es darauf anlegt. Du musst nur mit wenig Sprit fahren und die superweichen Reifen nehmen», erklärte er. Von allein fährt aber auch ein solches Auto nicht.

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