Archivierter Artikel vom 03.04.2020, 16:35 Uhr

Verbraucherschützer

Hefe auf Online-Märkten teurer als Silber

Trockenhefe ist gewöhnlich für ein paar Cent zu haben – wenn man sie im Lebensmittelhandel findet. Wer auf Online-Marktplätze ausweicht, traut derzeit kaum seinen Augen.

Trockenhefe ist derzeit Mangelware
Auf Online-Marktplätzen tummeln sich derzeit viele überteuerte Angebote für Trockenhefe.
Foto: Zacharie Scheurer/dpa-tmn

Potsdam (dpa/tmn). Nachdem es bei Verbraucherzentrale Brandenburg Beschwerden über Wucherpreisen bei Trockenhefe hagelte, haben die Verbraucherschützer die Preise selbst unter die Lupe genommen – und wurden schnell fündig. Spitzenreiter beim Check auf eBay waren 7 Gramm für 10 Euro.

Auf Online-Marktplätzen tummeln sich viele überteuerte Angebote für Trockenhefe, meist von privaten Verkäufern, warnt Silke Vollbrecht, Lebensmittelexpertin bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Die angebotene Trockenhefe sei fast durchweg teurer als Silber, das man derzeit für 43 Cent pro Gramm bekommen könne, so Vollbrecht.

Sie rät, sich nicht auf solche überteuerten Angebote einzulassen und stattdessen Brot bei der Bäckerei nebenan einzukaufen oder Rezepte auszuprobieren, für die man keine Hefe benötige. Zudem sollten Verbraucher fragwürdige Angebote dem Plattformbetreiber und der Beschwerde-Box der Verbraucherzentrale melden.