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Budapest

Hausding bei EM top: Synchron-Gold mit Klein

dpa

Patrick Hausding ist bei der EM der Wasserspringer in Budapest auf Rekordjagd. Einen Tag nach seinem Überraschungssieg vom Drei-Meter-Brett verteidigte der 21-Jährige mit Sascha Klein (Aachen) seinen Titel im Synchronspringen vom Zehn-Meter-Turm.

Überragend
Patrick Hausding (l) und Sascha Klein haben ihre Goldemdaillen.

Damit holte Hausding neben zweimal Silber auch sein zweites Gold und avancierte zum erfolgreichsten deutschen EM-Starter. «Manchmal muss ich mir angesichts der Erfolge mein innerliches Grinsen verkneifen», flachste der Champion.

Und der Berliner peilt eine weitere Bestmarke an: Er könnte als erster Springer überhaupt bei fünf Entscheidungen Medaillen holen. Mit Gold vom Turm – was Hausding aber selbst ausschließt – würde er den großen Russen Dmitri Sautin übertrumpfen, der 2000 dreimal Gold und einmal Silber geholt hatte. «Vier Starts – vier Medaillen, das ist der Wahnsinn. Langsam wird mir mein Erfolg unheimlich», sagte Hausding, der zuvor im altehrwürdigen Budapester Hajos-Bad noch vom Ein-Meter-Brett und mit dem Leipziger Stephan Feck im Synchron vom Drei-Meter-Brett Silber geholt hatte. Für den Abschlusstag sieht er aber so gut wie keine Chancen: «Eine Medaille wäre vermessen.»

Hausding/Klein, die nach 2008 und 2009 ihr drittes EM-Gold in Serie holten, bekamen von den Kampfrichtern für ihre sechs Sprünge 478,11 Punkte. Damit verwiesen sie die Russen Victor Minibajew/Ilja Sacharow (466,95) und Timofei Gordeitschik/Wadim Kaptur aus Weißrussland (426,03) auf die Plätze. Uschi Freitag aus Aachen wurde beim Sieg der Russin Nadesda Baschina (324,10) vom Drei-Meter-Brett mit 247,60 Punkten Zehnte.

Hausding schnappte sich damit seine insgesamt siebte EM-Medaille und als erster Deutscher vier bei einer Veranstaltung. Auch Klein kann mit nun dreimal Gold und zweimal Silber eine beeindruckende EM-Medaillensammlung vorweisen. Die Wasserspringer standen somit bisher insgesamt sechsmal auf dem Podest.

Nach den Pflichtsprüngen lagen die Deutschen zunächst nur auf Rang drei. Sie lieferten sich mit den bärenstarken Russen, die mehrfach mit Traumnoten bis 10,0 bewertet wurden, ein hochklassiges Duell. Vor dem letzten Durchgang lagen Hausding/Klein mit 0,8 Punkten zurück. Aber die Russen wackelten, und die Titelverteidiger wussten um ihre Chance: Nach einem aufmunternden Abklatschen brachten sie den entscheidenden Sprung erstklassig ins Wasser. Hausding machte es wie am Tag zuvor: Mit dem letzten Sprung fing er den bis dato führenden Russen Sacharow noch ab.

«Unsere Nervenstärke ist unser Plus. Einfach toll, dass wir das noch geschafft haben», meinte Klein, der vom Turm als einer der Favoriten gilt: «Wenn er das zeigt, was er kann, kommt keiner an ihn ran», meinte Hausding.

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