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Elversberg

Hannover-Coach Slomka nach Pokal-Aus unter Druck

dpa

Hannover 96 stehen unruhige Zeiten bevor: Das erneute blamable Scheitern an einem Viertligisten in der ersten Runde des DFB-Pokals setzt beim Fußball-Erstligisten Trainer und Mannschaft gehörig unter Druck.

Patzer
96-Trainer Mirko Slomka hatte in Elversberg nichts zu lachen.

«Das ist für die Bundesliga zu wenig», sagte Mirko Slomka nach torlosen 120 Minuten und dem 4:5 im Elfmeterschießen bei der Sportvereinigung Elversberg ernüchtert. Er schwor die Niedersachsen vor dem ersten Liga-Anpfiff gegen Eintracht Frankfurt auf den Abstiegskampf ein. Aus der Vergangenheit gelernt haben die «Roten» nicht. Schon 2009 ging 96 zum Pokal-Auftakt mit 1:3 bei Regionalligist Eintracht Trier unter.

Eine mangelhafte Vorbereitung wollte sich Slomka nicht anlasten lassen. «Da ist nichts schief gelaufen. Konditionell stimmt alles. Wir sind fit. Das ist nicht das Problem», meinte der 42-Jährige. Ihm blieb nach der zeitweise peinlichen Leistung der dringende Handlungsbedarf im offensiven Bereich aber nicht verborgen. «Es fehlt an Potenzial nach vorn», stellte Slomka fest und mahnte nicht zum ersten Mal Verstärkungen an. Mike Hanke war nur ein Schatten früherer Tage. Mikael Forsell, dessen Schuss in die Wolken beim Elfmeterschießen das Aus bedeutete, strahlte kaum mehr Torgefahr aus.

Das frühe Scheitern reißt zudem ein Loch in die ohnehin nicht gut gefüllte Vereinskasse der klammen Niedersachsen und macht das Nachrüsten schwierig. Mit dem Erreichen der dritten Runde hatte Hannover kalkuliert, jetzt brachte der missratene Ausflug ins Saarland gerade einmal 100 000 Euro «Pokal-Geld» ein. Wahrscheinlich zu wenig, um einen Stürmer wie Mohamed Abdellaoue (Valerenga Oslo) verpflichten zu können. Die Frage, ob er nicht Hanke gegen den 21-jährigen Emre Güral vom SV Elversberg tauschen wolle, beantwortete Slomka nur mit einem gequälten Lächeln. Torgefährlicher als der einstige Nationalstürmer war der junge Türke allemal.

Ins desaströse Bild passte die von rund 100 Anhängern der 96er angezettelte Randale nach Spielschluss. Die Polizei ging massiv vor und nahm einige der gewaltbereiten Niedersachsen in Gewahrsam. Die Ordnungshüter hatten die Situation schnell wieder unter Kontrolle.

Elversberg feierte vor 2700 Zuschauern den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. «Ich bin selbst überrascht, dass wir bis auf die letzten fünf Minuten keine Chancen zugelassen haben», meinte Trainer Günter Ehrhardt nach dem Duell auf Augenhöhe. Das Schießen von Elfmetern hatte er nicht trainieren lassen. «Ich konnte doch nicht damit rechnen, dass es dazu kommt», meinte der 50-Jährige schmunzelnd. Er war sichtlich stolz auf sein talentiertes Team und die Tatsache, dass «wir weiter in der Verlosung» sind.

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