Archivierter Artikel vom 27.06.2011, 17:54 Uhr

Handydaten-Skandal – Regierung lässt Polizeipräsidenten fallen

Dresden (dpa). Die Handydaten hunderter Demonstranten sollten die Ermittler in Sachsen auf die Spur von Straftätern bei einer Anti-Nazi-Demo bringen. Die Landesregierung hält die Auswertung der Datensätze für rechtens. Dennoch wurde jetzt entschieden: Dresdens Polizeipräsident Dieter Hanitsch muss seinen Hut nehmen. Es habe «Informationsdefizite im Zusammenhang mit der Auswertung von Mobilfunkdaten» gegeben, so das Innenministerium. Innen- und Justizministerium hatten von der Datenauswertung vor einer Woche erst aus der Presse erfahren. Inzwischen räumten sie Fehler ein.