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    Suzhou

    Halle ausverkauft, Plätze leer bei der Tischtennis-WM

    Eine volle Halle und Begeisterung pur - so stellen sich Tischtennis-Anhänger normalerweise eine WM in China vor. Die Wirklichkeit sieht bei den Titelkämpfen in Suzhou etwa anders aus.

    Nationalsport
    Normalerweise ist das Interesse an Tischtennis in China groß, wie bei den Olympischen Spielen 2008.
    Foto: Dennis M. Sabangan - dpa

    Auch am viertletzten Tag waren längst nicht alle der ohnehin nur 5500 Plätze in der Messehalle besetzt. «Ich wundere mich auch. Erklären kann ich mir das aber nicht», sagte Bundestrainerin Jie Schöpp zum vermeintlichen Desinteresse.

    Die gebürtige Chinesin kennt die große Bedeutung des Volkssports
    Tischtennis für ihr Heimatland. Die Ping-Pong-Spieler, die 1959 in Dortmund ihr erstes WM-Gold gewannen, dienten als Symbolfiguren beim Aufstieg Chinas zu einer der absoluten Top-Sportnationen in der Welt. Bei den Titelkämpfen in Shanghai (2005) und Tianjin (1985) strömten die Fans massenweise in die Hallen. Der Ansturm auf die Tickets war auch in Suzhou groß. «Die Halle ist zwar nicht voll, man kann aber auch keine Eintrittskarten mehr kaufen. Die WM ist ausverkauft», sagte Thomas Weikert.

    Der Rechtsanwalt aus Limburg ist seit dem vorigen Jahr Präsident des Weltverbandes (ITTF). Damit ist der frühere Chef des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB) in China ein gefragter Mann. Über die Gründe für die leeren Plätze kann man Vermutungen anstellen. Wie bei anderen Sport-Events haben auch in der Boom-Stadt Suzhou finanzstarke Sponsoren größere Ticket-Kontingente aufgekauft und diese an ihre Klientel weitergeleitet.

    Das müssen nicht unbedingt Tischtennis-Anhänger sein. In der Halle, ein langer Schlauch ohne steile Tribünen, sind die Lücken im Sektor für die Sponsoren, VIP und Offiziellen besonders groß. Die normalen Ticketpreise sind für viele Fans zu teuer. In der Stadt mit ihren vielen schönen Kanälen und Gärten blüht ein Schwarzmarkt.

    ITTF-Chef Weikert lobte die WM-Organisation als «pünktlich und perfekt». Er kritisierte aber in ungewöhnlich deutlicher Form die Wahl des Austragungsortes, in dem vier statt acht Tische nebeneinander aufgebaut sind: «In dieser Halle sind die Sichtverhältnisse für viele Zuschauer nicht ideal.»

    Das fachkundige Publikum, das nach zahlreichen Kontrollen den richtigen Sitzplatz gefunden hat, lässt sich durch eingeschränkte Sicht nicht beirren. Die Chinesen feuern ihre erfolgsverwöhnten Sportler an, aber nicht überschwänglich. Richtig laut wird es nur bei spektakulären Ballwechseln, egal, ob von einem Chinesen, Japaner Portugiesen oder Timo Boll.

    DTTB Homepage

    Weltverband ITTF

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