Archivierter Artikel vom 01.09.2010, 12:18 Uhr
Bonn

Haferwurzeln aus dem eigenen Garten

Die fast in Vergessenheit geratene Haferwurzel kann als schmackhafte Gemüsebeilage den Speiseplan ergänzen und den Garten verschönern. Der Anbau des Korbblütlers ist recht einfach.

Lesezeit: 1 Minuten

Der auch als Weißwurzel bezeichnete Korbblütler (Asteraceae) wird heute fast nur noch in England angebaut. Er kann aber auch im eigenen Garten gezogen werden, erläutert der Verbraucherinformationsdienst aid in Bonn. Der Anbau sei nicht schwer und ähnlich wie bei Schwarzwurzeln.

Als zweijähriges Gewächs bildet die Haferwurzel im ersten Jahr Wurzeln und Blätter und im zweiten Jahr violette Blüten. Damit ist sie auch optisch ein Hingucker. Die Samenstände der Haferwurzel (Tragopogon porrifolius) erinnern an eine dicke Pusteblume wie beim Löwenzahn. Geerntet wird frühestens ab Anfang Oktober, da die Wurzeln im frühen Herbst noch reichlich an Masse zulegen.

Für eine sinnvolle Verwertung in der Küche sollte die Wurzel eine Dicke von mindestens 2,5 Zentimeter haben, rät der aid. Sie kann über den Winter im Boden bleiben und nach Bedarf geerntet werden. Leichte Frosteinwirkung macht die Wurzel sogar noch etwas süßer. Auch bei der Zubereitung ähnelt sie der Schwarzwurzel.

Die Haferwurzel muss nicht unbedingt geschält werden. Der süßlich-nussige Geschmack erinnert etwas an Austern, weshalb sie in England auch «vegetable oyster» (Gemüse-Auster) genannt wird. Sie eignet sich gekocht als Beilage zu Fleischgerichten, als Einlage in Gemüsesuppen oder püriert als Cremesuppe.