Archivierter Artikel vom 28.05.2011, 17:00 Uhr

Hacker zieht mühelos ins Ruder-Finale ein

München (dpa). Ruderer Marcel Hacker hat beim Weltcup in München in beeindruckender Manier das Finale erreicht. Der deutsche Einer- Meister aus Frankfurt/Main gewann überlegen sein Halbfinale.

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Hacker unterstrich mit einer starken Vorstellung nach mehrmonatiger «Baby-Pause» im vergangenen Jahr seine beachtliche Frühform. Auch ansonsten trumpften die Athleten des Deutschen Ruderverbandes (DRV) beim Heim-Weltcup auf der Regattastrecke in München-Oberschleißheim mächtig auf: Insgesamt stehen am Sonntag zehn deutsche Boote in neun olympischen Bootsklassen im Finale.

Hacker will nach den beiden vergangenen medaillenlosen Anläufen in Athen und Peking im kommenden Jahr in London olympisches Edelmetall ins Visier nehmen. Druck verspürt der Frankfurter dabei kaum: «Es gibt einen großen Unterschied. Ich muss nicht mehr, ich darf. Deshalb bin ich viel entspannter.» Dies bewies Hacker wie schon im Vorlauf auch im Halbfinale. Überlegen gestaltete er das Rennen, setzte sich frühzeitig ab und konnte es am Ende dank eines komfortablen Vorsprungs sogar relativ ruhig angehen lassen.

Im Finale steht auch Skiff-Fahrerin Annekatrin Thiele: Die Leipzigerin wurde in ihrem Halbfinale Dritte. Wie Hacker konnten auch Mathias Rocher und Hans Gruhne (Magdeburg/Potsdam) im Männer-Doppelzweier einen Halbfinalsieg einfahren. Zweite wurden dort zudem Stephan Krüger/Eric Knittel (Rostock/Berlin).

Auf eine Fortsetzung seiner Siegesserie hofft am Sonntag der Deutschland-Achter. Das seit der historischen Schlappe von Peking 2008 auf der klassischen 2000-Meter-Distanz ungeschlagene Paradeboot des DRV hatte sich am Freitag direkt für den Endlauf qualifiziert. Dabei verwies die Weltmeister-Crew um Schlagmann Kristof Wilke (Radolfzell) den Konkurrenten aus Großbritannien mit einer halben Bootslänge Vorsprung auf Rang zwei.

Nur in zwei olympischen Bootsklassen verpassten die deutschen Athleten am Samstag den Einzug ins Finale. Kerstin Hartmann/Marlene Sinnig wurden in ihrem Halbfinale im Zweier ohne Steuerfrau nur Vierte und verfehlten ebenso den Endlauf wie die Männer im leichten Vierer ohne Steuermann.