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Amsterdam

Hacker dominiert WM-Vorlauf – Drei deutsche Siege

Schwierige Bedingungen, leichter Sieg – Marcel Hacker hat die erste Aufgabe bei der Ruder-WM dank starker Nerven und guter Form problemlos gemeistert.

Marcel Hacker
Marcel Hacker untermauerte seine Medaillenambitionen.
Foto: Urs Flueeler – DPA

Unbeeindruckt vom böigen Schiebewind und welligen Wasser qualifizierte sich der 37 Jahre alte Einer-Routinier in Amsterdam direkt für das Viertelfinale. Scheinbar mühelos verwies der Magdeburger die Konkurrenten Sverri Nielsen (Schweden) und Benjamin Chabanet (Frankreich) auf die Plätze. Fragen nach dem Wetter kommentierte Hacker gewohnt lässig: «Ich bin nicht hierhergekommen, um über den Wind zu philosophieren, sondern um mein Rennen zu fahren. Für den Anfang war es ganz okay.»

Für die restliche Flotte des Deutschen Ruderverbandes (DRV) lief am ersten Regattatag auf der Bosbaan jedoch nicht alles nach Plan. Mit dem Zweier ohne Steuerfrau, dem leichten Frauen-Doppelzweier und dem Vierer ohne Steuermann müssen immerhin drei von neun in den olympischen Klassen gestarteten Boote in den Hoffnungslauf. Im Gegensatz zu Hacker klagte Marcus Schwarzrock über den Schiebewind: «Das waren schon sehr selektive Bedingungen», befand der DRV-Cheftrainer, wertete den WM-Auftakt insgesamt jedoch als «solide».

Ein Auftakt nach Maß gelang dem Frauen-Doppelvierer. Die Titelverteidigerinnen um Schlagfrau Lisa Schmidla (Krefeld) hielten die Teams aus Neuseeland und Polen auf Distanz. Vor dem Halbfinale am Donnerstag sieht Schmidla aber noch Verbesserungsbedarf: «Das ist noch nicht so super gelaufen, da geht noch mehr.»

Für den dritten Sieg des Tages sorgte der Zweier ohne Steuermann. Die Vize-Weltmeister aus dem Männer-Doppelvierer stellten mit einem zweiten Rang hinter der Ukraine den Einzug in das Halbfinale sicher. «Sie sind wieder auf einem guten Weg», sagte Schwarzrock in Anspielung auf den bisher sehr wechselvollen Saisonverlauf der Crew.

Der Deutschland-Achter startet erst am Montag (17.35 Uhr) in die Mission Gold. Schon im ersten Rennen ist das Team um Schlagmann Felix Wimberger (Passau) gefordert. Schließlich trifft der Olympiasieger im Vorlauf auf Weltmeister Großbritannien. Weitere Gegner sind Australien, Spanien, Weißrussland und Frankreich. Nur ein Sieg ebnet den direkten Weg in das Finale am Sonntag. «Wir sind in dieser Saison ungeschlagen und wollen das Ding auch gewinnen», sagte WM-Debütant Wimberger.

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