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    Guter WM-Test für deutsche Triathleten in Hamburg

    Das WM-Heimspiel in Hamburg sollte für die deutschen Triathleten zu einer Standortbestimmung nach dem begonnenen Umbruch werden. Die Bilanz fällt zufriedenstellend aus. Eine Triathletin aus dem jungen deutschen Team sticht hervor.

    Laura Lindemann
    Laura Lindemann wurde beim Triathlon in Hamburg Dritte.
    Foto: David Young - dpa

    Hamburg (dpa). Trotz einer erneut starken Laura Lindemann hat das junge deutsche Triathlon-Team bei der Mixed-WM in Hamburg Lehrgeld bezahlt.

    Einen Tag nach ihrem dritten Platz im WM-Rennen wurde die 21-jährige Lindemann mit Anja Knapp (28) aus Dettingen, Moritz Horn (17) aus Potsdam und dem Saarbrücker Lasse Nygaard-Priester (21) am Sonntag in der Hansestadt Staffel-Zehnte.

    Weltmeister wurde im Regen von Hamburg Australien vor Titelverteidiger USA und den Niederlanden. Im vergangenen Jahr hatten die deutschen Gastgeber noch Bronze geholt.

    Mit dem Staffel-Ergebnis verpasste das junge deutsche Quartett die Vorgabe des neuen Sportdirektors der Deutschen Triathlon Union (DTU). Jörg Bügner hatte einen Rang unter den besten Sechs schon als Erfolg bewertet. Jeder Triathlet musste in Hamburg 300 Meter Schwimmen, 6,6 Kilometer Radfahren und 1,6 Kilometer Laufen. Der Staffel-Wettbewerb wird 2020 in Tokio erstmals zum olympischen Programm gehören.

    Bügner hatte Hamburg zu einer Standortbestimmung genutzt. Ein Jahr nach dem Olympia-Debakel in Rio zeigt der von ihm gemanagte Umbruch mit jungen Talenten seine erste Wirkung. Doch der Weg zurück in die Weltklasse ist noch weit.

    Einzig die 21 Jahre alte Abiturientin Lindemann bewies mit ihrem starken Auftritt am Samstag im WM-Rennen über die Sprintdistanz, dass sie das Potenzial hat, sich schon bald in der Weltspitze etablieren zu können.

    „Ich habe alles gegeben. Mehr ging nicht. Ich bin überwältigt“, sagte die U23-Weltmeisterin und Sprint-Europameisterin aus Potsdam nach ihrem ersten Podiumsrang in einem Rennen der Word Triathlon Series. Es war für sie der Höhepunkt eines aufregenden Wochenendes, der am Freitag mit einem Besuch bei der Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin („Das war cool“) begonnen hatte.

    An die Klasse der Weltmeisterin Flora Duffy reichte Lindemann in Hamburg noch nicht heran. Souverän holte sich die 29-Jährige von den Bermudas ihren ersten Sieg in der Hansestadt.

    Noch deutlicher fiel der Abstand der Deutschen zur Weltspitze im Herren-Rennen aus. Justus Nieschlag blieb mit Platz 15 im Bereich des Erwartbaren, Lasse Lührs musste sich mit dem 47. Rang begnügen. Ähnlich überlegen wie Duffy wiederholte der spanische Weltmeister Mario Mola seinen Vorjahreserfolg und übernahm die die WM-Führung.

    Bei den Damen liegt nun die Amerikanerin Zaferes vorn. Lindemann ist 25., startet in diesem Jahr aber nur bei wenigen WM-Rennen. Hamburg war die fünfte Station von neun Veranstaltungen der diesjährigen WM-Serie.

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