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Neuwied

Großrazzia gegen Salafisten: Durchsuchungen auch in Neuwied

Bei der bundesweiten Großrazzia gegen Salafisten hat die Polizei am Morgen unter anderem Wohnungen und Büros in Neuwied durchsucht. Der Fokus lag auf den umstrittenen Koran-Verteilaktionen „Lies!“.

Symbolbild
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Foto: dpa

Schwerpunkte der Polizeieinsätze, die um 6.30 Uhr zeitgleich in mehreren westdeutschen Bundesländern und Berlin begannen, waren unter anderem Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern. In Rheinland-Pfalz wurden fünf Objekte durchsucht, nach Informationen der dpa aus Sicherheitskreisen sollen auch in Neuwied Einsätze stattgefunden haben. „Sichergestellt wurden Kommunikationsmittel, Computer und Speichermedien“, teilte Innenminister Roger Lewentz mit. In ostdeutschen Flächenländern gab es keine Durchsuchungen.

Mit der Großrazzia in zehn Bundesländern will die Polizei gegen mutmaßliche Unterstützer der islamistischen Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vorgehen. Hunderte Polizisten durchsuchten nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen mehr als 200 Wohnungen und Büros von Organisatoren und Anhängern der radikal-salafistischen Vereinigung „Die wahre Religion“, die hinter umstrittenen Koran-Verteilaktionen in deutschen Städten steht.

Salafisten vertreten einen am Koran orientierten besonders konservativen Ur-Islam, lehnen westliche Demokratien ab und wollen eine Ordnung mit islamischer Rechtsprechung, der Scharia.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beziffert die Zahl radikal-islamistischer Salafisten in Deutschland bis Ende Oktober auf 9200 – Tendenz weiterhin steigend. Das Potenzial islamistisch-terroristischer Personen wird auf etwa 1200 Männer und Frauen geschätzt. Bis Ende vergangenen Monats waren nach Angaben der Sicherheitsbehörden 870 Menschen aus der Bundesrepublik in die IS-Kriegsgebiete in Syrien und im Irak ausgereist. Darunter waren etwa 20 Prozent Frauen. (dpa/jdl)

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