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    Auckland

    Großer Umbruch: Deutsche Triathleten planen für 2016

    Dem Jahr des Umbruchs soll für die deutschen Triathleten das Jahr des Fortschritts folgen. Von Siegen oder Titeln will DTU-Cheftrainer Ralf Ebli daher vor dem Start der diesjährigen WM-Serie am Sonntag im neuseeländischen Auckland auch nicht reden.

    Ralf Ebli
    Der deutsche Triathlon-Bundestrainer Ralf Ebli.
    Foto: Oliver Kubanek - DPA

    Stattdessen spricht der 48-Jährige lieber von «Entwicklung» oder «Voraussetzungen schaffen». Denn sein Blick geht weit über die Saison hinaus: «Das Ziel ist 2016 und nicht primär die WM-Serie 2014.»

    Nach dem schwachen Olympia-Abschneiden in London 2012 wagte die Deutsche Triathlon Union (DTU) einen radikalen Schnitt und machte Ebli zum Verantwortlichen für den Wandel. Neue Strukturen, neue Konzepte, neues Personal - der Sportwissenschaftler wurde zum Radikalreformer. Auckland, die erste von acht Stationen der World Triathlon Series, soll einen ersten Hinweis geben, ob er und das Team um den neuen Bundestrainer Dan Lorang den richtigen Weg eingeschlagen haben.

    «Wir wollen bis 2016 das System hochfahren, um in Rio eine Medaille und eine Top-Ten-Platzierung zu realisieren», sagte Ebli der Nachrichtenagentur dpa. So sei das auch in den Zielvereinbarungen mit dem Deutschen Olympischen Sportbund festgehalten worden.

    Eine ehrgeizige Vorgabe - zumindest aus heutiger Sicht. Denn nicht nur der Trainer- und Betreuerstab ist neu, auch unter den Sportlern fand im Jahr eins nach Olympia ein Generationswechsel statt. Olympiasieger Jan Frodeno und Olympia-Starterin Svenja Bazlen versuchen sich auf den längeren Distanzen. Stammkräfte wie Anja Dittmer, Sebastian Rank, Christian Prochnow und Maik Petzold haben ihre Karrieren beendet.

    Als einzige DTU-Triathletin mit Weltklasse-Format blieb die 31-jährige Anne Haug, im vergangenen Jahr WM-Dritte und 2012 WM-Zweite. Bei den Herren ist Steffen Justus, ebenfalls 31-jährig und WM-Zweiter von 2010, der letzte seiner Generation. Dahinter ist eine Reihe von Sportlern mit Perspektive wie Anja Knapp, Rebecca Robisch, Gregor Buchholz und Franz Löschke. Außerdem haben Ebli und Lorang am Olympiastützpunkt Saarbrücken weitere junge Talente konzentriert, die an die Spitze herangeführt werden sollen.

    Wunder sind in diesem Jahr nicht zu erwarten. «2014 ist das Jahr, in dem wir die Leistung entwickeln wollen», sagt Ebli. Selbst für die zweimalige Auckland-Gewinnerin Anne Haug geht es in der WM-Serie nicht hauptsächlich um Titel und Triumphe.

    «Die Rennserie ist für uns wichtig», meint der Chef-Trainer. «Aber wir werden nicht mit Anne bei jedem Rennen auf Teufel komm raus Plätze recyceln und Leistungen reproduzieren.» Vielmehr solle bei ihr vor allem am Schwimmen gearbeitet arbeitet, um 2016 erfolgreich zu sein. «Das ist unser kleiner Spagat.»

    Somit werden in diesem Jahr die üblichen Verdächtigen um den Titel kämpfen in der Serie, die erstmals Rennen auf allen fünf Kontinenten umfasst. Der dreimalige Weltmeister und Titelverteidiger Javier Gomez gilt bei den Männern als derjenige, der erneut den britischen Brownlee-Brüdern Paroli bieten könnte. Olympiasieger Alistair Brownlee wird in Auckland allerdings nicht am Start sein, um seine Achillessehne zu schonen. Jonathan Brownlee, Weltmeister von 2012, ist dabei.

    Bei den Frauen fehlt die britische Weltmeisterin Non Stanford wegen einer Fußverletzung. Sie steigt später in die Rennserie ein. Top-Kandidatin ist die US-Amerikanerin Gwen Jorgensen. Dazu kommen die britische Vize-Weltmeisterin Jodie Stimpson und Helen Jenkins.

    Ebli braucht sich mit solchen Namen derzeit nicht zu intensiv zu beschäftigen. «Ich wäre zufrieden, wenn wir im männlichen und im weiblichen Bereich jeweils einen Sportler haben, der stabil im Top-Ten-Bereich ist.» Doch er weiß: abgerechnet wird erst 2016 am Zuckerhut.

    WTS Auckland

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