Archivierter Artikel vom 14.01.2014, 11:48 Uhr

Google@Home: Wenn die Kaffeemaschine den Toaster antörnt

Jochen Magnus kommentiert.
Jochen Magnus kommentiert.

Jochen Magnus zum neuesten Google-Einkauf

Der Wäschetrockner flirtet mit dem Video
und sendet Strahlen aus, ein elektronischer Zoo
Die Kaffeemaschine törnt den Toaster an,
ich krieg die Kurve nicht mehr oh mann oh mann…

Diese Zeilen stammen aus dem Song „Computer sind doof“ der deutschen Band Spliff. Entstanden kurz vor 1984, also über 30 Jahre alt (!), sind sie beinahe prophetisch zu nennen. Vor allem, wenn man heute liest, dass die gerne so gescholtene „Datenkrake“ Google einen Spezialisten für vernetzte Haustechnik gekauft hat und sich die Daten der installierten Geräte einverleibt. Verkürzt gesagt, wird es also bald auch die NSA erfahren, wenn zu Hause Ihr Toast verbrennt.

Und warum nur ist Ihr Gästezimmer momentan voll aufgeheizt? Die Auswertung Ihrer E-Mails ergab doch gar keinen Hausbesucher! Auch die Verbrauchsbilanz Ihres Küchenherdes deutet auf einen Mitesser hin und für innenpolitische Themen, die jetzt in Ihrem Suchprofil auftauchen, hatten Sie sich bislang eigentlich nicht interessiert?

Auf Bitten einer gewissen Behörde schickt Google Ihnen jetzt mal einen Wartungstechniker ins Haus. Mr. O'Brien wird sich mal ein bisschen umsehen…

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