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Whistler

Goldene Rodel-Bilanz: Zuversicht für Sotschi 2014

Spitzenplatz verteidigt, Zukunft gesichert: Nach ihrem goldenen Beutezug von Whistler blickten die deutschen Rodler bereits voller Zuversicht auf die nächste olympische Großaufgabe 2014.

Abschluss
Patric Leitner feuert nach dem Gewinn der Bronzemedaille den Blumenstrauß ins Publikum.

«Für Sotschi sind wir jetzt schon gut aufgestellt. Da braucht uns nicht bange sein», zog BSD-Sportdirektor Thomas Schwab in Whistler zufrieden Bilanz. Fünf Medaillen, zwei davon im schönsten Gold, und das trotz schwierigster Bedingungen: Die Rodler sind glücklich. «Das war ein perfekter Auftritt», sagte der Vorgänger von Bundestrainer Norbert Loch. «Die ganze Truppe hat sich gut verkauft.»

Den fulminanten Schlusspunkt der deutschen Kufen-Asse, die auf der entschärften Eisrinne von Whistler einmal mehr beste Nation waren, setzten in ihrem letzten Rennen die Doppelsitzer- Routiniers Patric Leitner und Alexander Resch mit Bronze. Doch zuvor hatten vor allem die jungen Athleten für Furore gesorgt und die Hoffnungen auf eine goldene Zukunft genährt. «Gold-Junge» Felix Loch, 20 Jahre. Rodel-Königin Tatjana Hüfner 26 Jahre. Silber-Fahrer David Möller 28, Bronze-Frau Natalie Geisenberger 22. Und auch im Nachwuchsbereich sind die deutschen Rodler Spitze. Die ausländische Konkurrenz sieht das gar nicht gerne.

Etwa bei den Männern. Ausnahmefahrer Armin Zöggeler aus Italien, für den es in Whistler noch einmal zu Bronze reichte, wird wohl nur noch einen Winter dranhängen. Dagegen hat Senkrechtstarter Loch, der mit seinen 20 Jahren bereits einen Olympiasieg und zwei WM-Titel eingefahren hat, vieles noch vor sich. «Felix wird die nächsten Jahre oben stehen. Er ist schon jetzt ein Michael Phelps des Rodelns», prophezeite Kanadas deutscher Trainer Wolfgang Staudinger.

Selbst mit der für alle Beteiligten schwierigen Situation nach dem tödlichen Trainingsunfall des Georgiers Nodar Kumaritaschwili kamen die deutschen Rodler zurecht. «Himmelhochjauchzend, zu Tode betrübt», beschrieb der dreimalige Olympiasieger Georg Hackl mit treffend-knappen Worten den schwierigen Spagat zwischen Trauer und Medaillen-Jubel. «Das waren extreme Spiele», erkannte auch Schwab.

Dass die Routiniers Leitner/Resch acht Jahre nach ihrem Gold-Coup von Salt Lake City noch einmal eine Medaille einfahren konnten, rührte zum Abschluss der Rodel-Wettbewerbe alle im jungen deutschen Team. Sogar der sonst eher nüchterne Bundestrainer Loch war nach dem erfolgreichen letzten Lauf des «Bayern-Express» aufgewühlt vor lauter Emotionen. «Wir verlieren zwei wirklich absolute Vollprofis.» Stimmt. Doch die Nachfolger stehen schon bereit.

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