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Glücklicher Lauterer 3:2-Pokalsieg in Osnabrück

Osnabrück (dpa). Mit viel Glück hat der 1. FC Kaiserslautern die Pokal-Blamage verhindert. Der Erstliga-Aufsteiger trotzte im Erstrundenmatch dem als «Favoritenschreck» angetretenen VfL Osnabrück. Die Lauterer drehten das DFB-Pokalspiel nach 0:1 noch in ein 3:2 (0:1, 1:1) nach Verlängerung.

VfL Osnabrück – 1. FC Kaiserslautern
Lauterns Torschütze zum 1:1-Ausgleich, Srdjan Lakic (l), jubelt mit Martin Amedick.

Matchwinner wurde der eingewechselte österreichische Zugang Erwin Hoffer mit seinen beiden späten Toren (106. und 111. Minute). Srdjan Lakic hatte die Pfälzer erst durch ein Last-Minute-Tor in der regulären Spielzeit (90.+2) die Nachspielzeit ermöglicht.

«Wir sind sehr, sehr glücklich in die Verlängerung gekommen. Ich möchte nicht alle Spiele so eng miterleben», sagte Lauterns Vorstandsvorsitzender Stefan Kuntz. VfL-Manager Lothar Gans haderte: «Das ist ärgerlich und schade. Wir sind einen Augenblick nicht ganz wach gewesen. Da müssen wir enger bei den Leuten stehen.»

Vor 15 500 in der Arena an der Bremer Brücke hatte VfL-Neuzugang Sebastian Tyrala (20.) die Niedersachsen zunächst in Führung geschossen. Das Anschlusstor von Björn Lindemann (114.) kam zu spät für den VfL. Trotz des Sieges wartet auf FCK-Trainer Marco Kurz vor der in einer Woche beginnenden Bundesliga-Saison noch eine Menge Arbeit. Ohne den gesperrten Ivo Ilicevic und den erkrankten Neuzugang Stiven Rivic zeigten die Pfälzer eine insgesamt biedere Vorstellung und legten erst in der Verlängerung zu.

«Wir müssen uns fragen, warum wir die ersten 55 Minuten so gespielt haben», kritisierte auch Kuntz den Auftritt der Pfälzer. Von einem Klassenunterschied im Duell der beiden Aufsteiger war bis dahin wenig zu spüren. Der Zweitliga-Rückkehrer war über 90 Minuten deutlich besser und ging verdient durch Tyralas Fernschuss-Hammer aus knapp 35 Metern in Führung, der allerdings haltbar erschien.

Bis weit in die zweite Halbzeit herein wurden bei den VfL-Fans Erinnerungen an die mitreißenden Pokalspiele der vergangenen Saison wach. Als damaliger Drittligist wurde Osnabrück nach Siegen gegen den Hamburger SV und Borussia Dortmund erst im Viertelfinale unglücklich von Schalke 04 (0:1) gestoppt. Allein Routinier Matthias Heidrich hatte zweimal (52./70.) die Vorentscheidung auf dem Fuss.

Zudem vergaben Björn Lindemann (86.) und der eingewechselte Mamadou Diabang (89.) aussichtsreiche Möglichkeiten, was Lakic den glücklichen Ausgleich per Volleyschuss aus zwölf Metern bescherte. Bis dahin war von den Gästen nur wenig Aufbäumen zu spüren gewesen. Der ansonsten schwache bulgarische Neuzugang Ilian Micanski hatte die bis dahin einzige Chance Kaiserslauterns in der zweiten Hälfte früh aus Nahdistanz vergeben (56.).

In der Verlängerung entwickelte sich wieder einmal ein für Osnabrücker Verhältnisse gewohnter Pokalfight. Das Spielniveau ließ nach, die Partie lebte nur noch vom Kampf. Der Österreicher Hoffer schoss die Gäste mit einem Doppelschlag gegen nachlassende Osnabrücker scheinbar bereits zum sicheren Sieg, ehe Lindemanns Treffer noch einmal eine heiße Endphase brachte.

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